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Jetzt ist es offiziell: Plienings Amtsinhaber Roland Frick kandidiert ein weiteres Mal als Bürgermeister. Bislang ist kein weiterer Bewerber bekannt.

Kommunalwahl 2020

Das offene Geheimnis ist keines mehr

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Jetzt ist es offiziell: Plienings Bürgermeister Roland Frick (65, CSU) tritt 2020 nochmal zur Kommunalwahl an. Gegenkandidaten sind bislang keine in Sicht.

Pliening – Was eh schon viele wussten oder zumindest geahnt haben, hat Plienings Bürgermeister Roland Frick (CSU) am gestrigen Montag offiziell bekannt gegeben: Er wird bei der Kommunalwahl im März 2020 erneut kandidieren. Die Nominierungsversammlung des CSU-Ortsverbandes, bei der auch die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat bestimmt wird, findet am Dienstag, 22. Oktober, um 19 Uhr im Stüberl des Bürgerhauses statt. Eine offene Versammlung, wie Frick und CSU-Ortsvorsitzender René Buchmann betonen, heißt: Jeder interessierte Bürger ist hierzu eingeladen.

Offen und frei von Parteizwängen, so sieht Roland Frick sich und seine Arbeit auf kommunaler Ebene. „Parteizwänge haben in einem Gemeinderat nichts zu suchen“, betont er. Und: „Mir war schon immer und ist weiterhin die Bürgerbeteiligung wichtig.“ Deshalb habe es beispielsweise bei der Planung des Dorfplatzes Landsham entsprechende Gespräche und Versammlungen mit Bürgern bzw. Anwohnern gegeben, genau so wie vor Kurzem zur möglichen Bebauung eines Grundstückes nördlich der Tennisanlage.

Entscheidung nach Gespräch mit der Familie

Die Entscheidung, dass er sich für weitere sechs Jahre als Bürgermeister zur Verfügung stellen wolle, sei bereits im Februar gefallen, berichtet Frick im Gespräch mit unserer Zeitung. Damals habe er ein intensives Gespräch mit seiner Familie geführt – sie habe grünes Licht gegeben. „Von der Arbeit her war die Entscheidung klar, weil es mir Spaß macht“, so Frick. Wichtigster Punkt sei aber der Rückhalt der Familie gewesen, betont der 65-Jährige.

Projekte fortführen bzw. neu starten

Mit dem amtierenden Bürgermeister steht somit bislang ein einziger Kandidat für den Chefsessel im Plieninger Rathaus fest. Die Wählergruppe Neues Forum hat bereits vor Wochen angekündigt, keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten zu stellen. Alle anderen Gruppierungen und Parteien (Alternative für Pliening, SPD und Unabhängige, Wählergruppe Gelting sowie der in diesem Jahr neu gegründete Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen) haben sich bislang mit konkreten Aussagen zurückgehalten.

Eine Motivation, erneut zu kandidieren, seien für ihn momentan laufende Projekte sowie diejenigen, die unmittelbar bevorstehen, sagt Roland Frick und zählt auf: Bau des neuen Plieninger Feuerwehrhauses, Sanierung und Umbau der alten Schule in Gelting, sozialer Wohnungsbau in Landsham-Süd, in Pliening sowie in Gelting (eben im alten Schulhaus), Sanierung und Erweiterung der Grundschule Pliening sowie der Bau eines Seniorenhauses. Hierfür hat der Gemeinderat bereits einen Grundsatzbeschluss gefasst und es ist eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, bestehend aus Vertretern der Verwaltung sowie aller Fraktionen. Des Weiteren stehe laut Frick die Sanierung oder gar der Neubau des Kindergartens St. Barbara in Pliening an.

Pliening: Dem Wachstum nicht verschließen

All diese Projekte zeigen, dass das Wachstum im Münchner Umland auch vor Pliening nicht Halt macht. „Wir können uns dem nicht verschließen, und wir können auch keine Mauer um uns herum bauen“, sagt der Bürgermeister. Freilich wolle und werde man nicht so werden wie der große Nachbar Poing, dennoch könne man sich der Verantwortung und dem Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum nicht verschließen. Insbesondere mit Blick auf Personal beispielsweise für die Kindertagesstätten und die Gemeindeverwaltung.

Novum bei Nominierung der Kandidaten

Bei der Nominierungsversammlung der Kandidaten für die CSU-Liste wird es ein Novum geben, kündigen Buchmann und Frick an. Erstmal sollen die 19 Kandidaten (plus Frick, der auf Platz 1 gesetzt ist) nicht in vorgegebener Reihung und blockweise von den CSU-Mitgliedern gewählt werden, sondern frei. Heißt: Die Anzahl der Stimmen, die jeder einzelne Bewerber bei der Nominierung erhält, bestimmt, auf welchem Listenplatz er stehen wird. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, ohne vorher festgelegte Reihenfolge“, sagt Ortsvorsitzender René Buchmann. Sechs Frauen und 14 Männer (inklusive Frick) werden sich bei der Nominierung als Kandidaten zur Wahl stellen. Nicht alle sind Parteimitglieder.

Zwei altgediente Gemeinderäte hören auf

Nur eines steht laut Buchmann schon fest: zwei CSU-Gemeinderäte werden nach 30 Jahren und mehr im Plieninger Kommunalparlament nicht mehr antreten: Josef Bauer-Eberhart und Emmeran Königer. Roland Frick selbst ist seit 24 Jahren im Gemeinderat und seit sechs Jahren Bürgermeister.

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