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Klare Worte fand Plienings Bürgermeister Roland Frick (li.) in der Bürgerversammlung zum Thema Traglufthalle für Asylbewerber.

Asyl-Politik

"Traglufthalle wird Ende April geschlossen"

Plienings Bürgermeister Roland Frick hat in der Bürgerversammlung klar und deutlich gemacht: Die Traglufthalle für Asylbewerber wird zum 30. April geschlossen. 

Das war eine klare Ansage von Bürgermeister Roland Frick bei der Bürgerversammlung am Donnerstagabend: „Sie können mich beim Wort nehmen: Die Traglufthalle in Pliening wird gemäß Vertrag zum 30. April 2017 geschlossen. Es wird definitiv keine Vertragsverlängerung geben.“ Frick machte vor den gut 120 Besuchern auch seinem Ärger über die Vorkommnisse von Montag Luft, als sich einige Asylbewerber geprügelt haben und auf Polizei und Security-Personal losgegangen sind (wir berichteten).

In seiner Rede erläuterte Frick noch einmal, warum die Massen-Notunterkunft in Pliening aufgestellt worden ist: „Weil wir nur eine Turnhalle haben und diese für unsere Schule und Vereine brauchen, hat der Gemeinderat beschlossen, das Grundstück zum Aufbau der Traglufthalle zur Verfügung zu stellen.“ Damals, vor etwa einem Jahr, seien dem Landkreis Ebersberg jede Woche über 60 Schutzsuchende zugeteilt worden und man habe nicht wissen können, ob sich das ändern würde. Sowohl Frick als auch später Helmut Hintereder, Leiter der Polizeiinspektion Poing, mahnten an, dass Asylbewerber in Zukunft besser in kleineren Unterkünften untergebracht werden sollten, um die Gefahr von Konflikten zu verringern.

Ein Besucher der Bürgerversammlung wollte daraufhin wissen, warum denn nicht ein Teil der etwa 220 Flüchtlinge, die in Pliening untergebracht sind, in die leer stehende Traglufthalle nach Grub umquartiert werden könne. „Für die Unterbringung ist das Landratsamt zuständig“, antwortete Bürgermeister Roland Frick. Landrat Robert Niedergesäß, der ebenfalls Gast der Bürgerversammlung war, erklärte, dass die Regierung von Oberbayern die Entscheidungen treffe, nicht das Landratsamt. Warum die Halle in Grub zur Entschärfung der Lage nicht genutzt werde, könne auch er nicht sagen, so Niedergesäß.

Plienings Bürgermeister Frick vergaß in seinen Ausführungen nicht, sich bei allen Ehrenamtlichen des Helferkreises, die sich „sehr intensiv um die Asylbewerber kümmern“, zu bedanken.

dul

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