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5,3 statt 3,5 Millionen Euro: Das neue Feuerwehrhaus Pliening (Foto) wird teurer als geplant. 

Kostensteigerungen

Feuerwehrhaus, Kinderhaus: Für ein paar Millionen Euro mehr

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Gestiegene Baupreise und Maßnahmen, die zu Beginn nicht geplant waren: Die Kosten für das neue Feuerwehrhaus Pliening und das Kinderhaus Landsham sind stark in die Höhe gegangen.

Pliening – „Für ein paar Dollar mehr“ lautet der Titel eines legendären Italo-Westerns von Sergio Leone. Für die Gemeinde Pliening heißt’s momentan: „Für ein paar Millionen Euro mehr“. Der Bau des Feuerwehrhauses Pliening wird rund 5,3 Millionen Euro kosten, statt der ursprünglich geschätzten 3,5 Millionen Euro. Das Kinderhaus im Neubaugebiet Landsham-Süd 4 statt 2,5 Millionen Euro. Wie es dazu kam, erläuterte Bürgermeister Roland Frick in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Seinen Worten zufolge ist in beiden Fällen der Anstieg der Baupreise der Hauptgrund. Die Entwicklung nach oben vom Zeitpunkt der Planung und den ersten Kostenschätzungen bis jetzt. Konkret: „Die erste Schätzung für das Feuerwehrhaus stammt vom Februar 2016 und betrug 3,5 Millionen Euro“, berichtete Frick. Später sei man von vier Millionen Euro ausgegangen, nun liege man bei 5,3 Millionen Euro. Auch, weil im Laufe der Zeit entschieden worden sei, dass das Feuerwehrhaus zusätzlich noch eine Photovoltaikanlage bekomme und eine Einbruchmeldeanlage. Letztere aufgrund der beiden Einbrüche im Jahr 2019 ins benachbarte Feuerwehrhaus Gelting, aus dem zweimal ein Rettungsspreizer gestohlen worden ist.

Für den Bau des Feuerwehrhauses erhalte die Gemeinde rund 246 000 Euro Förderung vom Freistaat Bayern, berichtete Bürgermeister Frick. Mit der Fertigstellung werde gegen Ende des Jahres gerechnet. Ursprünglich war Spätsommer geplant.

Pliening: Steigende Baupreise

Viel höher sind die staatlichen Zuschüsse für den Bau des neuen Kinderhauses in Landsham-Süd: 1,83 Millionen Euro, verkündete Frick. Für den Bau rechnet die Gemeinde laut Bürgermeister mit vier Millionen Euro Gesamtkosten. Bei der ersten Schätzung im Jahr 2016 sei man von 2,5 Millionen Euro ausgegangen. Aber auch hier gibt Frick als Begründung an: „die allgemeine Baupreisentwicklung und die Auslastung von Firmen“. Die zeitliche Verzögerung kam auch deshalb zustande, weil bei der Verwaltung auf die erste Ausschreibung hin kein geeignetes Angebot für die Bauausführung eingegangen war. Das Kinderhaus Landsham (Betreiber: Kinderland PLUS gGmbH) wird im September eröffnet.

Hoffen auf staatliche Förderung

In der Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Roland Frick außerdem über den Sachstand Sanierung und Erweiterung alte Schule in Gelting (Markt Schwabener Straße): Hier lag die erste Kostenschätzung bei 2,3 Millionen Euro, momentan liege man bei etwa 3,3 Millionen Euro. Vom Freistaat erwarte die Gemeinde eine Förderung in Höhe von knapp einer Million Euro. Die Fertigstellung der Sanierung und Erweiterung ist laut Frick im Jahr 2021 geplant. Zwei Jahre später, 2023, könnte ein weiteres Bauprojekt fertiggestellt sein, informierte der Bürgermeister: die Seniorenwohnanlage neben der Plieninger Kirche. Die erste, „vorsichtige Schätzung“ (Frick) der Kosten liegt bei 9,3 Millionen Euro. Davon könnten rund 30 Prozent staatlich gefördert werden.

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