+
Auf Höhe der Bushaltestellen würde Plienings Bürgermeister Roland Frick die Ampel am liebsten aufstellen. 

Nach 35 Jahren

Ottersberg bekommt Fußgängerampel

  • schließen

Seit gut Jahrzehnten hofft die Gemeinde Pliening auf eine Fußgängerampel in Ottersberg. Damit die Querung der Kreisstraße sicherer wird. Jetzt endlich ist‘s soweit. 

Ottersberg/Pliening – Ebersbergs Landrat Robert Niedergesäß hat zum Neujahrsempfang der Gemeinde Pliening am Sonntag eine Überraschung mitgebracht: „Ottersberg bekommt eine Fußgänger-Bedarfsampel“, kündigte er im voll besetzten Saal des Bürgerhauses an. Dafür gab’s lauten Beifall. Niedergesäß erinnerte daran, dass es in der Gemeinde Pliening seit gut 35 Jahren Diskussionen und Bestrebungen für eine Ampel an der Ortsdurchfahrt von Ottersberg gibt. Bislang waren die Wünsche und Forderungen nicht erhört worden, zuständig für diese Kreisstraße EBE 2 ist der Landkreis Ebersberg.

Ottersberg: Bedarfsampel zunächst für ein Jahr

Vergangene Woche habe es einmal mehr ein Gespräch gegeben zum Thema Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer in Ottersberg, berichtete Niedergesäß, und er habe angeregt, nun einen Versuch durchzuführen mit einer mobilen Bedarfsampel (mit Druckknöpfen). Diese soll zunächst ein Jahr aufgestellt werden, danach werde man über die Notwendigkeit sowie über die Erkenntnisse und Erfahrungen mit der Ampel beraten. Doch schon am Sonntag gab sich der Landrat zuversichtlich: „Ich bin überzeugt, dass diese Ampel eine dauerhafte Einrichtung wird.“

Pliening: Bürgermeister Frick ist erfreut

Plienings Bürgermeister Roland Frick freut sich über diese Entscheidung und kündigte an, dass die Ampel am besten im Bereich der beiden Bushaltestellen, auf Höhe der Pension Schererhof, aufgestellt werden. Dort ist auf der Straße ein Schulwegübergang markiert, mehr allerdings nicht. Seit Jahrzehnten macht die Gemeinde Pliening die zuständigen Stellen im Landkreis und beim staatlichen Bauamt Rosenheim darauf aufmerksam, dass aufgrund des hohen Durchgangsverkehrs auf der EBE 2 es eine sichere Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer brauche. Insbesondere mit Blick auf die Schülerinnen und Schüler, die zur Bushaltestelle wollen bzw. von dort zurück nach Hause.

Nach Querungshilfe jetzt Ampel

Erst vor gut einem Jahr, ebenfalls nach vielen Jahren der Diskussion und Gesprächen mit den zuständigen Behörden sowie nach der Einigung mit den Grundstückseigentümern, ist am südlichen Ortseingang eine Querungshilfe errichtet worden mit einer kleinen Insel auf der Fahrbahnmitte. Eine solche hätte Bürgermeister Frick damals gerne auch in der Ortsmitte von Ottersberg realisiert, diese wurde von den zuständigen staatlichen Stellen allerdings abgelehnt, weil durchschnittlich zu wenige Fußgänger und Radfahrer die Melchior-Huber-Straße (= Kreisstraße EBE 2) überqueren würden. Das zumindest war die Meinung von vor etwa fünf Jahren. Jetzt scheint bei den Behörden ein Umdenken stattgefunden zu haben, weshalb Landrat Robert Niedergesäß zum Neujahrsempfang die Ankündigung einer mobilen Ampel mitbringen konnte.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Markt Schwaben: Schulbau startet in den Sommerferien
Der Schulneubau wird teuer für Markt Schwaben. Immerhin: Der Staat schießt ordentlich was dazu. Bald ist Baubeginn.
Markt Schwaben: Schulbau startet in den Sommerferien
Kein Sieger, aber zum Teil große Unterschiede zu erkennen
Wen sollen die Kirchseeoner am 15. März ins Rathaus wählen? Wer es bisher nicht wusste und am Mittwoch in der ATSV-Halle war, ist nun gescheiter.
Kein Sieger, aber zum Teil große Unterschiede zu erkennen
Zwei „Neue“ im Landtag: Wie die Politik wirklich ist
Wie funktioniert Politik auf Landes- und kommunaler Ebene? Das wissen jetzt Amelie Schrenk und Fanny Propstmeier 2 Schülerinnen des Grafinger Max-Mannheimer-Gymnasiums.
Zwei „Neue“ im Landtag: Wie die Politik wirklich ist
Wenn‘s was hilft: Gemeinsam beim Geldbeutelwaschen an der Urtel
Im Wahljahr bestens besucht war das traditionelle Geldbeutel-Waschen der Grafinger Freien Wähler. Alle Politiker waren fleißig - trotz der kalten Temperaturen. 
Wenn‘s was hilft: Gemeinsam beim Geldbeutelwaschen an der Urtel

Kommentare