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Auf diesem Areal könnten bis zu 50 Sozialwohnungen errichtet werden. Der Bauausschuss ist dafür. 

Pliening plant Mehrfamilienhäuser

Sozialer Wohnungsbau am Ortsrand

Seit Mitte Mai ist eine Gesetzesänderung wirksam, die Gemeinden in bestimmten Fällen ein vereinfachtes, beschleunigtes Verfahren zur Überplanung von Außenbereichsflächen am Ortsrand für den Wohnungsbau ermöglicht. Das nutzt Pliening.

Pliening –  „Unser gemeindeeigenes Grundstück am westlichen Rand zwischen Weidachweg und Mitterweg in Pliening ist für diese Maßnahme bestens geeignet“, erklärte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses Roland Frick (CSU). Mit rund 5000 Quadratmetern sei die zulässige Maximalgröße von 10 000 Quadratmeter deutlich unterschritten, fügte der Bürgermeister hinzu. Hier könnten nach Einschätzung von Bauamtsleiter Martin Schmidt-Roschow bis zu 50 Wohnungen unterschiedlicher Größen entstehen, deren Bezahlung mit „erschwinglich“ eingestuft werden könne. Allein der Gemeinderat müsse entscheiden, ob das Areal verkauft, oder ob die Realisierung selber in die Hand genommen werde.

Frick erläuterte im Bauausschuss Hintergründe für eine möglichst schnelle Umsetzung: „Die Regelung ist durch das Gesetz bis Ende 2021 befristet, für die Umsetzung kann mit einer Bezuschussung durch den Staat von bis zu 30 Prozent gerechnet werden.“ Auf jeden Fall gehe es hier um sozialen Wohnungsbau, egal ob das Grundstück an eine Wohnbaugenossenschaft verkauft, in Erbpacht vergeben oder ob die Gemeinde dieses Projekt selbst realisiert. Bei letzterem müsse allerdings „geprüft werden, ob wir in der Verwaltung dafür ausreichend Manpower zur Verfügung heben“, ergänzte Frick. Außerdem müsse es der Gemeinde finanziell möglich sein, das Projekt zu stemmen. Auch dies sei noch zu prüfen.

Auf dem ins Auge gefassten Areal sollten Mehrfamilienhäuser in lockerer Anordnung entstehen, führte der Bürgermeister aus. „So ähnlich wie im aktuellen Vorhaben Landsham-Süd.“ Frick betonte zudem: „Wir dürfen das Grundstück nicht maximal zupflastern.“

Aufgrund der besonderen Gesetzeslage sei es möglich, direkt einen Bebauungsplan aufzustellen, erläuterte Bauamtsleiter Schmidt-Roschow. Deshalb fasste der Bauausschuss bei Gegenstimme von Martin Eberl (Neues Forum) den Beschluss, dem Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplanes zu empfehlen. Ziel ist die Ausweisung eines „Allgemeinen Wohngebietes zur Errichtung von Mehrfamilienhäusern“. Eine Umweltprüfung und die Bereitstellung ökologischer Ausgleichsflächen seien wegen der besonderen Gesetzesvorgabe nicht nötig.

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