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Mit rotem Herzerl auf der Backe, aufgemalt von den Schäfflern, begrüßte Bürgermeister Roland Frick jeden Gast persönlich. 

Neujahrsempfang

„Pliening setzt guten Weg fort“

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„Pliening setzt seinen guten Weg fort“: Mit diesen Worten hat Bürgermeister Roland Frick beim Neujahrsempfang anstehende Projekte kommentiert. 

Pliening – Im vergangenen Jahr den Schuldenstand um etwa zwei Millionen Euro auf jetzt 550 000 Euro abgebaut, aktuell Rücklagen in Höhe von neun Millionen Euro und einige wichtige Projekte vor der Brust: Bürgermeister Roland Frick hat beim Neujahrsempfang am Sonntag im Bürgerhaus eine positive Bilanz für die Gemeinde gezogen und frohen Mutes auf 2019 geblickt. „Wir sind in Pliening auf einem guten Weg. Den werden wir fortsetzen“, sagte er und verkündete unter anderem, dass am Freitag vom Landratsamt die Baugenehmigung für das neue Plieninger Feuerwehrhaus eingegangen sei. „Im Frühjahr können wir starten“, so Frick. Das Gebäude wird an das bestehende Haus der FFW Gelting gebaut. Des Weiteren werde die neue, dann fünfte Kindertagesstätte in der Gemeinde voraussichtlich im August fertiggestellt und in Betrieb gehen. Das Kinderhaus wird derzeit im Neubaugebiet Landsham-Süd errichtet, die Ausschreibung für die Trägerschaft laufe, berichtete der Bürgermeister. Und noch zwei weitere große und wichtige Themen stünden für das laufende Jahr an, zunächst in Planungen und mit Gesprächen: die Sanierung und Erweiterung der Grundschule sowie die Seniorenarbeit. Die soll laut Frick zusammen mit dem Seniorenbeirat verstärkt werden.

Gut 200 Besucher waren zum Neujahrsempfang der Gemeinde Pliening ins Bürgerhaus gekommen. Bevor der offizielle Teil begann, erlebten sie die Schäfflerzunft Kirchheim, die ihren Tanz zeigte. Fröhlich und gut gelaunt wie die Schäffler, ging es später beim Neujahrsempfang weiter, bei dem die Musikkapelle Gelting aufspielte.

Bevor Bürgermeister Roland Frick auf die Gemeinde Pliening einging, rückte er das aktuelle politische Geschehen auf der Welt und in Deutschland in den Fokus seiner Neujahrsrede. Mit Blick auf Großbritannien und den bevorstehenden Brexit, dem Ausscheiden aus der Europäischen Union, ging er auf die AfD ein und deren Bestreben eines „Dexits“. „Das dürfen wir nicht zulassen“, betonte Frick und fügte hinzu, dass die Europawahl im Mai keinen Rechtsruck bringen dürfe. „Lassen wir uns keine Angst einjagen“, appellierte er. In diesem Zusammenhang erwähnte er, dass laut Statistiken die Kriminalität in Deutschland in den vergangenen Jahren stetig gesunken sei. Ja, es gebe Gewalttaten von Asylbewerbern und rechte Umtriebe in Deutschland, aber: „Nicht jeder Asylbewerber ist ein Krimineller, und nicht jeder Sachse ist ein Nazi“, so Frick.

Zusammenleben, Fairness und gegenseitiger Respekt sei wichtig, betonte Plienings Bürgermeister. Das gelte auch für die eigene Gemeinde und den Gemeinderat. In Pliening sei dies alles gegeben, so Frick. „Ich bin stolz darauf, in einer Gemeinde Bürgermeister zu sein, in der so viele ehrenamtlich tätig und engagiert sind.“ Mit diesen Worten lobte und dankte er allen Bürgern, Vereinen und Organisationen, die sich für das Wohl des Gemeindelebens einbringen. Und auch den Unternehmen, die beispielsweise kulturelle und sportliche Veranstaltungen finanziell unterstützen.

Bevor den Besuchern von den fleißigen Helferinnen und Helfern des Pfarrgemeinderates und Burschenvereins das Mittagessen serviert wurde, ging Frick noch auf die nachbarschaftliche Beziehung zu Poing ein. Er verhehlte nicht, dass es insbesondere im Bezug auf Verkehrsfragen unterschiedliche Meinungen und Ansichten gibt. Als Poing die Pläne für die Neubaugebiete W7 und W8 vorgelegt habe, „da hat’s bei uns im Gemeinderat rumort“, so Frick. An den Erweiterungsplänen an sich gebe es nichts auszusetzen, die seien seit Jahrzehnten bekannt. Aber: „Nicht gut ist, dass keine Straßen hinzugekommen sind.“ Das Kernproblem sei der Verkehr, der durch die Neubaugebiete inklusive Gymnasium mehr werden würde – auch in der Gemeinde Pliening. Deshalb sei eine Umgehungsstraße für Pliening wichtig, die aber nur Sinn mache, wenn Poing-Nord an diese Straße angeschlossen werden würde. „Damit wären Gelting und Ottersberg entlastet“, sagte Frick, wofür er spontanen Beifall erhielt. Dies hörte auch Poings Bürgermeister Albert Hingerl, der beim Neujahrsempfang zu Gast war.

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