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Noch in diesem Jahr kann mit der Sanierung des alten Schulhauses begonnen werden.

Sanierung und Neubau 

Projekt alte Schule Gelting wird teurer

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Die Sanierung der alten Schule in Gelting und der daneben geplante Neubau eines Wohnhauses kostet mehr, als gedacht. Die Gemeinde Pliening hält dennoch an dem Projekt fest, auch wenn es aus den Reihen der SPD Kritik an der Kostensteigerung gibt.

 Pliening – Beinahe wäre es eskaliert in der Gemeinderatssitzung. Nachdem Bettina Marquis von der SPD-Fraktion in Richtung Roland Frick (CSU) die Mutmaßung aufgestellt hatte, ob denn die Verwaltung vor einem Jahr absichtlich eine viel zu niedrige Kostenschätzung vorgelegt habe, damit das Projekt auch genehmigt wird, wäre dem Bürgermeister beinahe der Kragen geplatzt. Er wies die Unterstellung als „grundfalsch“ zurück und sagte: „Frau Marquis, das war nicht angemessen“. Er gab zu, dass die Kostenaufstellung, die der von der Gemeinde beauftragte Architekt Udo Hübschmann vor einem Jahr für die Sanierung der alten Schule in Gelting und den dort zusätzlich geplanten Neubau im Gemeinderat vorgestellt hatte, niedriger ausgefallen sei als jetzt, aber: „Damals hatten wir alle gewusst, dass es sich lediglich um eine erste grobe Hausnummer handelt, die nicht belastbar ist“, betonte Frick. Erst jetzt, nachdem sich Fachplaner erstmals konkret mit dem Projekt auseinandergesetzt hätten, gebe es eine konkrete und haltbare Aufstellung.

Die besagt, dass die Sanierung des alten Schulgebäudes 879 000 Euro kosten werde (der vor einem Jahr erstmals genannte Betrag lag bei 836 000 Euro), der Neubau westlich daneben rund 2,2 Millionen Euro, statt 1,5 Millionen. „Dafür kann Herr Hübschmann nichts“, nahm Frick den Architekten in Schutz. Die erste Schätzung für den Neubau sei sehr grob und nur anhand des damaligen Baukostenindexes errechnet gewesen.

Immerhin konnte der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung eine erfreuliche Mitteilung machen: Aufgrund der jetzt vorgelegten Kostenrechnung habe die Regierung von Oberbayern die Förderung für den Wohnungsbau verdoppelt – von ursprünglich 400 000 auf über 800 000 Euro.

Wie berichtet, will die Gemeinde Pliening neben der alten Schule ein Wohnhaus errichten mit sechs Mietwohnungen zu bezahlbaren Preisen sowie mit vier Zimmern für Obdachlose. Zeitgleich wird das alte Schulgebäude saniert, das künftig ausschließlich als neue Heimat für die „Pleaninga Theaterbagasch“ und den Heimatverein dient. Beide Vereine hatten in den vergangenen Monaten noch Wünsche bezüglich der Einrichtung (beispielsweise zur Heizung und zu zusätzlichen Leerrohren) an die Verwaltung herangetragen, die in der neuen Kostenberechnung berücksichtigt seien, so Frick.

Schlussendlich hat lediglich die SPD-Fraktion aus Protest gegen die Preissteigerung gegen die Durchführung des Projekts gestimmt, sodass mit einer 15:5-Mehrheit des Gemeinderates die Sanierung und der Neubau nun heuer begonnen werden sollen. SPD-Gemeinderätin Eva Strauss gab zu bedenken, „dass wir aufgrund der allgemeinen Auftrags- und Marktlage am Bau davon ausgehen können, dass die Preise noch mehr ansteigen werden“. Ob und inwieweit dies eintritt, wird die Ausschreibung bzw. werden die Bewerbungen und Angebotsabgaben der Firmen zeigen.

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