Schild an einem Baum
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Mit klaren Worten, auf Bairisch, machen die Fischerfreunde deutlich, dass es sich bei ihrem Gelände um kein öffentliches Klo handelt.

„Wer sch... mitten auf den Weg?“

Fischer sind stinksauer: Vereinsweiher als öffentliches Klo missbraucht - „Das ist ein Naturjuwel“

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Der Weiher zwischen Pliening und Speichersee ist ein natürliches Kleinod. Doch das wird immer wieder als öffentliches Klo missbraucht. Von Mensch und Tier.

Pliening – André Fraunhofer und seine Fischerfreunde sind fassungslos: Immer wieder entdecken sie unappetitliche Hinterlassenschaften von Menschen und Tieren. Kot. Zum Teil mit Taschentüchern bedeckt. Nicht nur im Gebüsch, auch mitten auf dem kleinen Spazierweg, der zum privaten Fischweiher des Vereins Fischerfreunde Eisvogel Pliening gehört. „Wer sch... bitteschön mitten auf den Weg? Ohne Scham?“, fragt der Vereinsvorsitzende Fraunhofer ganz offen. Das Wort mit „sch“ spricht er im Zitat freilich offen aus. Er hat an Bäumen Schilder aufgehängt mit eindeutiger Aussage, auf Bairisch und in Reimform. Das scheint nur wenig abzuhalten. Beim Treffen auf Abstand am Weiher am Mittwochmittag liegen neue Bierflaschen herum, Abfall sowie Kot von Mensch und Tier.

Fischerverein sauer über Unvernunft der Menschen

André Fraunhofer, Vorsitzender der Fischerfreunde Eisvogel, am Eingang zum Gelände.

„Das hier ist ein Naturjuwel“, sagt Fraunhofer über das Vereinsareal. Den Weg zum Weiher hat der Vorsitzende mit einer Kette versperrt. Scheint aber ebenfalls niemanden davon abzuhalten, dort Unrat zu hinterlassen. Dort, wo unter anderem Eisvogel, Biber und Fasane zuhause seien, erzählt André Fraunhofer.

Immer wieder liegen Abfall aller Art und leere Bierflaschen auf dem Areal der Fischerfreunde.

Das Gelände befindet sich am Weidachweg, außerhalb Plienings in Richtung Speichersee, unweit der großen Biomethananlage. Nicht nur in Coronazeiten sind hier viele Spaziergänger, Jogger und Radfahrer unterwegs. Und eben die Fischerfreunde, die hier ihrem Hobby nachgehen. Allerdings dort regelmäßig unappetitliche Hinterlassenschaften finden und sie aufräumen müssen. „Ich kann’s nicht verstehen“, sagt André Fraunhofer, hebt eine weitere Bierflasche auf und deutet auf einen recht frischen Kothaufen unter einem Taschentuch. „Dieser Ort hier ist eigentlich so ein schönes Fleckchen Erde.“

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