Überfüllte Wertstoffcontainer
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Die Container der Wertstoffinsel am Plieninger Tennisplatz sind oftmals überfüllt. Insbesondere nach Wochenenden.

Für weniger überfüllte Container

Pliening startet Kampagne: Samstags lieber zum Wertstoffhof als zur Insel

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Die Gemeinde Pliening wird eine Imagekampagne für den Wertstoffhof durchführen. Damit die Wertstoffinseln entlastet werden. Die Container sind oft heillos überfüllt.

Pliening – Auf Antrag der CSU hat der Gemeinderat Pliening mit einer 11:7-Mehrheit beschlossen, eine Imagekampagne für den Wertstoffhof durchzuführen. Damit dieser an Samstagen mehr genutzt wird und dadurch die Wertstoffinseln an Wochenenden nicht mehr zu stark frequentiert werden und die Container infolgedessen hoffnungslos überfüllt sind. Überquellende Container sowie Müll, der daneben abgelegt wird, gibt es regelmäßig insbesondere an den Standorten Ludwigstraße (beim Tennisplatz), Lindenstraße (beide in Pliening) sowie Flurstraße und Dorfplatz in Landsham. Immer wieder wird an den Wertstoffinseln außerdem illegal Sperrmüll aller Art entsorgt, von Waschbecken bis hin zu Möbelstücken. Ein Problem, das es nicht nur in der Pliening gibt, sondern in vielen Kommunen.

Pliening: Problemstandorte am Tennisplatz und in Landsham

In Poing zum Beispiel ist seit gut einem Jahr eine Privatdetektei im Einsatz, die die Containerstandplätze überwacht und Müllsünder anzeigt. Das Unternehmen ist laut Vertrag pro Jahr 400 Stunde tätig, dafür zahlt die Gemeinde 20 000 Euro. Im vergangenen Jahr haben die Detektive in Poing 376 Verstöße entdeckt. Vor Kurzem hat auch der Marktgemeinderat Markt Schwaben beschlossen, eine Detektei zu beauftragen.

Öffnungszeiten Wertstoffhof Pliening

Der Wertstoffhof der Gemeinde Pliening (Geltinger Straße 31) ist an folgenden Tagen geöffnet: Dienstag von 14 bis 19 Uhr, Donnerstag von 15 bis 19 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr. Entsorgt werden können unter anderem Papier, Glas, Batterien, Alteisen, Elektronikschrott, Kunststoffverpackungen, Holz, Bauschutt. 

Soweit will man in Pliening nicht gehen. „Wir wollen es im Guten probieren“, sagte CSU-Fraktionssprecher René Buchmann im Gemeinderat und verwies auf den Antrag seiner Fraktion. Die Imagekampagne setzt sich aus folgenden Teilen zusammen: Im Gemeindeblatt sollen allgemeine Informationen zum Thema Müllvermeidung, Mülltrennung und Wertstoffe veröffentlicht werden; die bestehende Abfallbroschüre der Gemeinde wird überarbeitet und neu aufgelegt; große Anzeige im Gemeindeblatt über die Öffnungszeiten des Wertstoffhofs; an zwei Samstagen in Folge werden ehrenamtliche Helfer (auch Gemeinderatsmitglieder) an den acht Wertstoffinseln im Gemeindegebiet in der Zeit von 9 bis 13 Uhr die Bürgerinnen und Bürger darauf hinweisen, dass der Wertstoffhof genau zu dieser Zeit geöffnet hat und man möglichst dorthin fahren solle. Auf Vorschlag von Ludwig Huber (Wählergruppe Gelting) hat der Gemeinderat noch einen weiteren Punkt in die Imagekampagne aufgenommen: An den Wertstoffinseln werden Hinweisschilder montiert mit den Öffnungszeiten des Wertstoffhofes.

Gemeinde Pliening will keine Detektei beauftragen

Nicht alle Gemeinderatsmitglieder sind der Meinung, dass es gut ist, mit einer Imagekampagne die Menschen zum Wertstoffhof zu leiten. „Ich bin skeptisch“, sagte Margrit Pricha (Grüne). Am Wertstoffhof gehe es aufgrund der räumlichen Situation von Haus aus eng zu, sollten noch mehr Autos an- und abfahren, würde dass die Situation nicht verbessern. Außerdem, so Pricha, sei es ökologisch wenig sinnvoll, zum Beispiel Bürgerinnen und Bürger mit dem Auto von Landsham zum Wertstoffhof nach Pliening zu schicken. Um derartige Fahrten zu vermeiden, habe man das dezentrale System der Wertstoffinseln.

Thomas Frank (Neues Forum) und Markus Uffinger (Initiative für Pliening) schlugen vor, eine Umfrage bei den Bürgerinnen und Bürgern durchzuführen, um herauszufinden, ob und wie sie den Wertstoffhof nutzen – und ob und welche Veränderungen sie sich wünschen. Anhand der Ergebnisse könne man über Änderungen nachdenken und diskutieren. Auf diesen Vorschlag wurde in der Gemeinderatssitzung im Laufe der Diskussion nicht näher eingegangen.

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