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Ab Frühjahr 2020 wird es die Wählergruppe Gelting im Gemeinderat im Plieninger Rathaus nicht mehr geben. 

Kommunalwahl 2020

Einer weniger: Wählergruppe Gelting tritt nicht mehr an

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Die Wählergruppe Gelting wird bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr antreten. Somit verliert sie auch ihr einziges Gemeinderatsmandat. Die Gründe sind nachvollziehbar.

Gelting/Pliening – Bei der Gemeinderatswahl am 15. März 2020 wird in Pliening eine Gruppe nicht mehr dabei sein, dafür eine Partei neu: Die Wählergruppe Gelting, die es seit den 1980er-Jahren gibt, wird nicht mehr antreten. Das bestätigte deren einziges Gemeinderatsmitglied Max Huber auf Nachfrage unserer Zeitung. Neu hinzukommen werden die Grünen, die diesen Mittwochabend im Stüberl des Bürgerhauses ihre Kandidatinnen und Kandidaten nominieren (Beginn: 19.30 Uhr).

Pliening: Wählergruppe raus, Grüne rein?

„Die Wählergruppe hat in den vergangenen Jahren zu viele Mitglieder verloren, es macht keinen Sinn, eine Liste aufzustellen.“ Das sagt Max Bauer (60), der seit knapp zwölf Jahren für die Wählergruppe Gelting (eine lose Vereinigung) im Plieninger Gemeinderat sitzt. Dass er selbst nicht mehr kandidieren werde, habe er schon vor längerer Zeit beschlossen, berichtet er. „Ich wollte es an Jüngere übergeben, weil ich es nicht gut finde, wenn Ältere sich festklammern.“ Doch Nachfolger habe er keine gefunden. Die Gründe seien meist beruflicher und/oder familiärer Natur, aus denen alle, die er angesprochen und gefragt habe, sich nicht zur Verfügung hätten stellen wollen. Dafür habe er Verständnis, sagt Huber. Auch, dass die Wählergruppe nach den Kommunalwahlen 2014 kleiner wird, sei vorhersehbar gewesen. „Aber mit so vielen Ausfällen hatte ich nicht gerechnet“, bilanziert der 60-jährige Systemberater.

Wählergruppe Gelting ohne Nachwuchs

Bei der Wahl vor sechs Jahren standen 13 Personen auf der Liste der Wählergruppe Gelting. Diese Zahl sei dieses Mal bei Weitem nicht erreichbar gewesen. Deshalb also mache es keinen Sinn, überhaupt bei der Kommunalwahl anzutreten.

Formell auflösen müsse sich die Wählergruppe nicht, da es sich um keinen Verein handelt, erläutert Max Huber. Könnte also sein, dass in sechs Jahren die Wählergruppe Gelting wieder antritt – vorausgesetzt, es finden sich engagierte Bürger, die die Gruppierung wiederbeleben wollen. Dabei, betont Huber, sei es überhaupt keine Voraussetzung, im Ortsteil Gelting zu wohnen. Der Name sei damals „aus bestimmten Gründen“ gewählt worden. Der Zusatz „Gelting“ allerdings habe sich im Laufe der Zeit als Hemmschuh für Interessenten herausgestellt.

Lesen Sie auch: Bislang gibt es in Pliening nur einen Bürgermeisterkandidaten.

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