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Die drei Damen (v. l.) Walli Brandl (Gaby Schlutow), Fanny Abstreiter (Barbara Betz) und Maria Ingerl (Stefanie Wenhart) glauben ganz im Sinne der „Drei Heiligen Madln“ gehandelt zu haben.

Komödie

Gerechtigkeit auf Bayerisch

Pliening - Da gibt es reichlich zum Schmunzeln und sicher auch den einen oder anderen Schenkelklatscher: Die Pleaninga Theaterbagasch bringt Szenen aus dem Königlich Bayerischen Amtsgericht auf die Bühne.

Wer kennt sie nicht, die hintergründigen Alltageschichten mit menschlich klingenden Ungereimtheiten von Georg Lohmeier? Allesamt wurden sie zur Anzeige gebracht und vor dem „Königlich Bayerischen Amtsgericht“ verhandelt. Tagelöhner und Knechte bekamen ebenso ihre „gerechten Strafen“ wie diverse Großbauern, Viehhändler oder der reiche Bräu vom Ort. Drei dieser Geschichten kommen ab 5. Januar im Bürgersaal Pliening auf die Bühne, wenn sich bei der „Pleaninga Theaterbagasch“ traditionell wie immer kurz nach dem Jahreswechsel der Vorhang zum Theaterspielen hebt. Die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Markus Burgmair haben drei besonders heitere Episoden ausgewählt: „Der Rosstäuscher“, „Die hl. drei Madln“ und „Der Bierpantscher“.

Sie werden nacheinander verhandelt und nach den Plädoyers vom Richter (Franz Wutz) mit Unterstützung des Schreibers (Sepp Feicht), eines zackigen Wachtmeisters (Andreas Wachinger) und des Staatsanwalts (Günther Schuler jr.) der bayerischen Gerechtigkeit zugeführt.

Insgesamt stehen bei diesen drei Verhandlungsfällen rund zwei Dutzend Laienschauspieler der „Pleaninga Theaterbagasch“ auf der großen Bühne im Bürgerhaus Pliening. Ob es beim „Roßtäuscher“ tatsächlich um eine Lumperei mit Betrug geht, oder die Pferde nach einem undurchsichtigen Spontanhandel mit Absicht ein angeblich falsches Ziel angesteuert haben, gilt es zu beurteilen.

Sind die drei Frauen (Stefanie Wenhart, Barbara Betz und Gaby Schlutow) in „Die Heiligen drei Madeln“ ehrbare und harmlose Wesen, die gegen Trunksucht und Misshandlungen diverser Männer kämpfen, oder sind sie brutale Schlägertypen? Haben sie den Kölbl Bartholomäus (Andreas Grübl) gemeinsam niedergeschlagen?

Schließlich muss im dritten Teil unter dem Titel „Der Bierpanscher“ noch geklärt werden, ob der Wirt von Reamading (Manfred Kollmannsberger) die Maß Bier von seinem Sommergast Dr. Fuchs (Armin Schubert) absichtlich mit Wasser „verlängert“ hat oder ob dieses vom kühlenden Eis durch eine undichte Stelle eingedrungen ist.

In allen Episoden werden Zeugen befragt, kommt Gendarmerie zum Einsatz, und am Ende wird meist mit Augenzwinkern Recht gesprochen. Die Aufführungen finden am Donnerstag 5., Freitag 6., Samstag, 7. Januar, jeweils um 19.30 Uhr, am Sonntag, 8. Januar, um 18 Uhr, sowie Freitag, 13., und Samstag, 14. Januar, jeweils um 19.30 Uhr auf der Bühne des Bürgersaals in Pliening statt. Der Eintritt kostet 9 Euro.

dul


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