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Die Kreisdelegierten der CSU haben sich ziemlich eindeutig entschieden: In Pliening wurde am Wochenende der Grafinger Thomas Huber erneut zum Direktkandidaten für die Landtagswahl im kommenden Herbst nominiert.

CSU-Nominierung in Pliening

Mit einem 99,4-Prozent-Kandidaten in die Landtagswahl

Starker Vertrauensbeweis für MdL Thomas Huber: 99,4 Prozent stimmten für den Grafinger. Er ist wieder Kandidat für den Landtag.  

Michael Niebler ist für seinen Humor bekannt. Bei der Delegiertenversammlung zur Nominierung der CSU-Kreiskandidaten für die Landtagswahl im Herbst gab der Vaterstettener mal kurz eine entsprechende Empfehlung ab. „Gebt Thomas Huber mindestens eine Gegenstimme“, scherzte er, „seit der Wahl von Martin Schulz in der SPD sind 100 Prozent nicht mehr wünschenswert!“

Offenbar wurde diese Warnung am Samstag in Bürgersaal in Pliening verstanden. Denn Huber erhielt als Stimmkreiskandidat 162 von insgesamt 164 abgegebene Stimmen – bei einer ungültigen und einer Nein-Stimme: Macht 99,4 Prozent.

Nicht ganz so glatt lief es für Bezirksrätin Susanne Linhart. Die Grafingerin kam aber dennoch auf stolze 94,3 Prozent (149 Stimmen).

In seiner Begrüßung freute sich MdL Thomas Huber im voll besetzten Saal über die Anwesenheit vieler aktueller CSU-Größen aus dem Landkrei. In seinem Grußwort nutzte Landrat Robert Niedergesäß die Gelegenheit, die Vorzüge des Landkreis Ebersberg hervorzuheben. Sein Fazit: Es gehe uns gut. Schließlich werde in Bildung und Gesundheit investiert, ein Förderprogramm für bezahlbare Wohnungen aufgelegt und Wirtschaftspolitik gefördert. Thomas Huber beschrieb seine Form der Zusammenarbeit mit Niedergesäß mit dem Hinweis, man sei ein verdammt gutes Team.

Wesentlich weniger Zeit nahm für sich Susanne Linhart in Anspruch, um ihre Arbeit im Bezirkstag zu beschreiben. „Die Themen im Bezirk sind kompliziert und nicht so griffig“, meinte sie fast bescheiden, „es hat sich in den sozialen Bereichen aber viel getan!“

Vor Bekanntgabe der Wahlergebnisse trat schließlich Thomas Kreuzer ans Mikrophon. Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Landtag wusste, was jetzt nicht wirklich überraschte, über Thomas Huber nur Positives zu berichten.

Fraktionschef Kreuzer nahm außerdem zum Ergebnis bei der Bundestagswahl Stellung und berichtete von den schwierigen Verhandlungen zur Regierungsbildung. „Wir haben gut verhandelt, die GroKo trägt unsere Handschrift“, betonte er. Was danach folgte, war denen, die regelmäßig in die diversen Medien schauen, nicht völlig fremd. Wer Rechts wähle, hieß es etwa, werde linke Politik bekommen. Oder: Subsidiärer Familiennachzug bei Asylbewerbern sei abzulehnen. Oder Kreuzers Forderung; „Wenn der Krieg zu Ende ist, müssen die jungen Leute wieder zurück, um beim Aufbau ihrer Heimat mitzuwirken“. Oder: Eine Mütterrente stehe als „Kind der CSU“ ebenso im Koalitionsvertrag wie 12 000 Euro Baukindergeld je Kind.  dul

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