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Weithin sichtbar glänzt die P lieninger Traglufthalle in der Sonne. Bis Ende August soll sie endlich abgebaut werden – dann läuft zumindest die letzte Frist aus. 

Traglufthalle

...und sie steht immer noch

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Asylbewerber sind in der Traglufthalle in Pliening schon lange keine mehr untergebracht. Die ehemalige Massennotunterkunft steht seit Monaten leer. Ende August läuft die letzte Frist für den Abbau ab.

Pliening – Bürgermeister Roland Frick ist, gelinde gesagt, verärgert. Seit Monaten steht die Traglufthalle auf dem Gemeindegrundstück am Sportplatz leer – trotz mehrerer Fristen ist sie immer noch nicht abgebaut. „Zuletzt hatte die Betreiberfirma mir gegenüber angekündigt, dass am 24. Juli mit dem Abbau begonnen werde“, berichtet er. Pustekuchen. Er habe zwar einen Arbeiter dort getroffen, der aber hätte ihm mitgeteilt, dass es noch dauern würde.

Plienings Bürgermeister will sich das Hinhalten nicht mehr gefallen lassen: „Ich habe der Firma eine Frist gesetzt, dass innerhalb der nächsten drei Wochen die Halle abgebaut sein muss.“ Falls dem nicht der Fall sein sollte, überlege er, die Notunterkunft selbst entfernen zu lassen und die Kosten der Firma in Rechnung zu stellen.

Auch das Landratsamt Ebersberg, das die Halle als Notunterkunft für Asylbewerber genutzt hatte, habe dem Unternehmen eine Frist gesetzt. „Diese läuft in der letzten Augustwoche aus“, informiert Behördensprecherin Evelyn Schwaiger. Da der Mietvertrag mit dem Landratsamt bereits beendet sei, trage mittlerweile der Betreiber die Energiekosten für das Gebläse, um die Halle aufrecht zu erhalten.

In der Massenunterkunft waren von April 2016 an für etwa ein Jahr in Spitzenzeiten bis zu 240 Flüchtlinge untergebracht. Einige von ihnen wurden in das Containerdorf in Grub verlegt, andere auf andere Unterkünfte in Bayern verteilt. Nachdem die Traglufthalle abgebaut ist, wird das Grundstück wieder zu dem, was es vorher war: ein landwirtschaftlicher Acker, den die Gemeinde Pliening verpachtet hat.

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