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Auch, um die S2 (unser Foto) zu entlasten, wird in einer Studie eine neue S-Bahn zwischen der Messe Riem und Pliening ins Spiel gebracht.

Zukunft Verkehr

Vision: S-Bahn nach Pliening

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Von der Messe in Riem (U-Bahnstation) über Aschheim, Kirchheim und Landsham nach Pliening (Endstation): So verläuft ein komplett neuer S-Bahn-Ast, der in einer aktuellen Studie vorgeschlagen wird. 

Pliening – Das Gutachten mit dem Titel „Perspektiven im Öffentlichen Nahverkehr im Landkreis München“ wurde erstellt vom Verkehrsplanungsbüro Ernst Basler + Partner, der Technischen Universität München und dem Entwicklungsbüro „Studio Stadt Region“. Mit Entwicklungsmöglichkeiten und Visionen bis zum Jahr 2035.

In einem „Zukunftsworkshop“ wurde die Studie präsentiert, als einzige Kommune außerhalb des Landkreises München war auch Pliening eingeladen worden. „Ich bin überrascht von dieser S-Bahn-Idee“, berichtet Bürgermeister Roland Frick. Er hatte einen eigenen Vorschlag zur besseren Anbindung seiner Gemeinde im Gepäck: „Eine Express-Busverbindung zur Messe.“ Über diese Möglichkeit wurde in der Vergangenheit immer wieder mal diskutiert, aufgrund von bestehenden Bus-Verträgen aber ist sie nicht vor 2019 realisierbar.

Ein Express-Bus ist auch Thema im neuen Verkehrsbündnis, zu dem sich elf Gemeinden aus dem Münchner Osten (unter anderem Pliening, Poing, Vaterstetten, Kirchheim und Feldkirchen) zusammengeschlossen haben. „Wir werden jetzt natürlich auch den Vorschlag für eine S-Bahn aufnehmen und diskutieren“, kündigt Frick an, der gemeinsam mit Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl Sprecher des Bündnisses ist.

Aufgrund des Siedlungsdrucks und des Wachstums der Gemeinden im Osten der Landeshauptstadt ist es notwendig, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) entsprechend zukunftsfähig aufzustellen und auszubauen. Das ist Ziel und Zweck des Bündnisses. Das ist auch der Hintergrund für die Studie, die der Landkreis München in Auftrag gegeben hat. Hier wurde der aktuelle Stand der Kommunen sowie deren mögliche Entwicklung untersucht. Ein Ergebnis: „Im Teilraum Ost sind große Flächenreserven vorhanden, welche als Chancen für die weitere Siedlungsentwicklung im Landkreis anzusehen sind. Gleichzeitig ist es aber zwingend erforderlich, dass die entwickelten Gebiete über eine gute ÖPNV-Anbindung verfügen“, heißt es in der Studie. Der überregionale Anziehungspunkt im Münchner Osten sei die Messe in Riem. „Ähnlich wie beim Flughafen besteht bei der aktuellen Anbindung der Messe noch Entwicklungsbedarf.“ Deshalb schlägt die Studie unter anderem eine neue S-Bahn zwischen Messe und Pliening vor. Aus zwei Gründen, erstens: Als Entlastung für die bestehende S 2, die laut Studie schon jetzt „überlastet“ ist – und es im Jahr 2035 bleiben wird, trotz 2. Stammstrecke. Zweitens: „Größere landwirtschaftlich genutzte Flächen bieten Möglichkeiten zur Siedlungsentwicklung in Aschheim, Kirchheim und Pliening.“ Wie berichtet, realisiert die Gemeinde Pliening aktuell in Landsham-Süd auf eigener Fläche ein Neubaugebiet mit 54 Grundstücken. In der Studie steht: „Neben Reserven und Nachverdichtungspotenzialen im Umfeld bestehender S-Bahn-Stationen könnten durch neue Verkehrsachsen Entwicklungen in Aschheim, Kirchheim und Pliening angestoßen werden.“

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