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In Pliening lieferte sich ein 17-jähriger Führerscheinneuling nach einer Kontrolle eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Fahranfänger entzieht sich Polizeikontrolle

Wilde Flucht mit dem Auto

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Pliening - Die Freude an der neu gewonnenen Mobilität währte für einen 17-jährigen Führerscheinneuling nicht lange. In der Nacht auf Sonntag wollte sich der junge Mann in Pliening einer Fahrzeugkontrolle durch eine wilde Flucht vor der Polizei entziehen. Er wurde geschnappt.

Die spektakuläre Verfolgungsjagd endeten für den Fahranfänger in einem Holzstapel. Vorher verletzte er bei einem Zusammenstoß mit dem Wagen einer 43-jährigen Poingerin noch die Frau und ihren siebenjährigen Sohn. Der junge Mann wird sich deshalb vor Gericht verantworten müssen und muss dabei mit erheblichen Konsequenzen rechnen. 

So hatte sich der Vorfall laut Bericht der Poinger Polizeibeamten zugetragen: In der Samstagnacht, gegen 23 Uhr, wurde von Beamten der Polizeiinspektion Poing in Pliening eine Standkontrolle durchgeführt. Hier widersetzte sich der 17-jährige Fahrer eines Pkw den Weisungen der Polizeibeamten und fuhr mit seinem Wagen einfach davon. 

Auf seiner Flucht touchierte er zunächst den vor ihm fahrenden Pkw einer 41-jährigen Plieningerin und das Hauseck eines 54-jährigen Plieningers. „Der 17-Jährige verließ beide Unfallörtlichkeiten, ohne seinen gesetzlichen Pflichten als Verursacher nachzukommen“, berichtet die Polizei. 

Etwa 20 Minuten später konnte der Wagen es jungen Mannes von den Beamten, die ihn verfolgten, auf Höhe der Kirche gesichtet werden, als er dem Streifenwagen entgegenkam. Als der junge Fahrer realisierte, dass er wieder der Polizei gegenüberstand, blieb er kurz stehen, legte jedoch völlig unvermittelt den Rückwärtsgang ein und stieß unter massiver Beschleunigung mit seinem Wagen nach hinten. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und rammte zunächst das Auto der 43-jährigen Poingerin, die mit ihrem siebenjährigen Sohn in ihrem Fahrzeug saß und am Fahrbahnrand parkte. Bei dem Zusammenstoß wurden die beiden Insassen leicht verletzt. 

Der 17-Jährige setzte seine außer Kontrolle geratene Rückwärtsfahrt unbeirrt fort - auch hier, ohne seinen gesetzlichen Pflichten als Unfallverursacher nachzukommen – bis er schließlich in einem Holzstapel, der sich im Garten eines Anliegers befand, mit seinem Auto zum Stehen kam. Hier konnte der Fahrer von den Beamten endlich gestellt und vorläufig festgenommen werden. 

Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei ihm um einen 17-jährigen Forstinninger handelt, der lediglich im Besitz einer Prüfungsbescheinigung zum Begleiteten Fahren ab 17 Jahren ist. Er hatte allerdings keinen berechtigten Begleiter dabei. Der Unfallfahrer blieb unverletzt, richtete jedoch einen hohen Fremdschaden an. Dieser wird von der Poinger Polizei einer ersten Schätzung nach auf ca. 25 000 Euro beziffert. 

Die Prüfungsbescheinigung des 17-Jährigen wurde von den Beamten beschlagnahmt. Den Unfallfahrer erwartet ein Strafverfahren wegen mehrerer nicht unerheblicher Straftaten. Nach Beendigung der Maßnahme wurde der Fahrer seinen Eltern übergeben. Über den fälligen Kommentar der Erziehungsberechtigten beziehungsweise deren Standpauke teilte die Poinger Polizei nichts mit.

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