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Wenn die Sonne auf die Traglufthalle knallt, wird's innen schier unerträglich.

Asylbewerber-Unterkunft

Hitze-Schock in der Traglufthalle

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Pliening - Wegen zu warmer Temperaturen gibt es in der Traglufthalle Pliening Probleme. Asylbewerber und Sicherheitspersonal klagen über stickige und schlechte Luft. Es gab Ohnmachtsanfälle, eine Person kollabierte und musste ins Krankenhaus.

Schon am ersten Tag der Inbetriebnahme vor gut zwei Wochen sei ihm aufgefallen, wie warm und stickig es in der Traglufthalle ist, berichtet Konrad Weinstock. An dem Zustand habe sich bis heute nicht viel geändert, sagt der Sprecher des Helferkreises Pliening. Vor einigen Tagen sei ein Asylbewerber aus dem Senegal kollabiert, er musste ins Krankenhaus gebracht werden. „Zwei, drei weitere Asylbewerber klagten über Übelkeit und sind umgekippt“, so Weinstock weiter. Geschehen an warmen Tagen, an denen die pralle Sonne auf die Halle schien und die Temperaturen drinnen bis ins schier Unerträgliche angestiegen waren. Auch das Sicherheitspersonal leide unter den Umständen.

Insbesondere im Bereich der Schlafkabinen stehe an warmen Tagen die heiße und stickige Luft, berichtet der Sprecher des Helferkreises. Dort finde keinerlei Luftaustausch statt, weil es lediglich im vorderen Teil eine Belüftungsanlage gebe. Diese blase Druckluft in die Halle hinein, über die porösen Außenwände weiche diese wieder hinaus.

Dem Landratsamt als Betreiber der Traglufthalle ist das Belüftungsproblem in der bislang einzigen Massenunterkunft im Landkreis bekannt, sagt Sprecherin Evelyn Schwaiger. „Die Außenluft kommt ungekühlt in die Halle.“ Derzeit sind dort rund 160 Menschen untergebracht. „Was, wenn die Halle mit den vorgesehenen 268 Personen voll ist?“, fragt Konrad Weinstock. Und vor allem: Was, wenn die heißen Sommerwochen kommen? Schließlich müsse man bedenken, dass der Körper jedes Menschen an sich Wärme absondert – was, wenn das knapp 300 Personen, eng aufeinander lebend, unter einem Dach tun?

„Die Firma, die die Halle aufgestellt hat, ist vertraglich verpflichtet, für eine ausreichende Be- und Entlüftung zu sorgen. Im Übrigen auch dafür, dass im Bedarfsfall beheizt wird“, informiert Schwaiger. Das Landratsamt habe das Unternehmen aufgefordert, die Situation schnellstmöglich zu verbessern. „Es soll ein Kühlaggregat installiert werden, außerdem ist eine Sonnenabdeckung geplant.“

Um weiteren gesundheitlichen Schaden zu verhindern, sei den Asylbewerbern empfohlen worden, möglichst viel Wasser zu trinken, berichtet Konrad Weinstock vom Helferkreis. Trinkwasser steht laut Evelyn Schwaiger ausreichend zur Verfügung, weil: „Der Caterer hält in der Halle 24 Stunden kaltes Trinkwasser bereit, darüber hinaus auch Kaffee."

Armin Rösl

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