Aktion der Schulen in Poing gegen Rechts.
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Gegen die Nazi-Schmierereien an der Seerosenschule in Poing hatten zahlreiche Schüler demonstriert. 

Fahndungserfolg der Polizei

31-Jähriger gesteht Nazi-Schmierereien

  • vonJörg Domke
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Poing - Die gemeinsamen Ermittlungen der Polizeiinspektion Poing sowie des Staatsschutzkommissariats der Kriminalpolizeiinspektion Erding waren jetzt von Erfolg gekrönt. Die Beamten schnappten einen 31-Jährigen wegen Nazi-Schmierereien.

In den Morgenstunden des vergangenen Dienstags, 22. Dezember, wurde die Wohnung des 31-Jährigen aus dem Landkreis Ebersberg von der Polizei durchsucht. Dabei wurde nicht nur der Tatverdächtige selbst angetroffen, auch zahlreiche fremdenfeindliche sowie rechtsextremistische Aufkleber wurden sichergestellt. In der anschließenden Vernehmung räumte der Mann laut Pressebericht des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord ein, Anfang November nachts im Bereich des Poinger Bahnhofs sowie im Treppenhaus des dortigen Parkhauses mehrere großflächige Parolen mit verbotenen Zeichen und Parolen aufgesprüht zu haben.

Weiterhin gab er zu, dafür verantwortlich zu sein, dass in den vergangenen Wochen im Ortsbereich von Poing Dutzende von Flyern und Aufklebern an Hauswänden, Verkehrsschildern oder Laternenmasten angebracht worden waren. Die Kripo Erding prüft derzeit, ob der 31-Jährige für weitere rechtsextreme Schmierereien verantwortlich ist. Auch zu den jüngsten Vorfällen im Bereich der Seerosenschule sei er befragt worden, hieß es auf Nachfrage der EZ. Der 31-Jährige bestritt jedoch, damit etwas zu tun zu haben. Die Polizei ermittelt jedoch weiter. Als Motiv für die Taten gab der arbeitslose Mann seine Unzufriedenheit mit den bestehenden politischen Verhältnissen an. Neben den Rechnungen für die Beseitigung der Schäden erwartet den 31-Jährigen nun auch noch eine empfindliche Strafe.

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