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Rund um das Schulzentrum Poing-Nord (hier: Blick auf die Turnhalle der Dominik-Brunner-Realschule, in der Asylbewerber untergebracht sind) haben Nazis Flugblätter verteilt.

Rund um Asylbewerber-Notunterkünfte

Nazis verteilen Flugblätter

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Mutmaßlich waren es Mitglieder der rechtsextremen Kleinstpartei "Der III. Weg", die in den vergangenen Tagen rund um das Schulzentrum Poing-Nord Flugblätter verteilt haben, mit dem Titel "Asylflut stoppen". Die Polizei ist auf der Suche nach den Verantwortlichen.

Offensichtlich waren es Mitglieder von „Der III. Weg“, die in Poing rund um die beiden Notunterkünfte für Asylbewerber (Turnhallen der Dominik-Brunner-Realschule und der Seerosenschule) Flugblätter verteilt haben mit dem Titel „Asylflut stoppen“. In den beiden Turnhallen sind insgesamt rund 300 Flüchtlinge untergebracht. 

Mit diesem Foto berichtet die rechtsextreme Kleinstpartei im Internet über die Aktion in Poing.

Laut Polizei ist „Der III. Weg“ eine rechtsextremistische Kleinstpartei, die von ehemaligen NPD-Funktionären und Aktivisten des 2014 verbotenen „Freien Netzes Süd“ gegründet worden ist. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat einen deutlichen Einfluss von Neonazis in der Partei festgestellt, teilt die Polizei mit. 

Das Flugblatt tauchteim vergangenen Jahr bereits in den Landkreisen Erding und Ebersberg auf, berichtet die Polizei. Der Staatsschutz habe rechtsextreme Aktivisten, die im Landkreis Ebersberg leben, unter Beobachtung. Im Internet schreibt "Der III. Weg" zu der Flugblatt-Aktion: "Es ist unbegreiflich in welche Gefahren die hiesigen Politiker die Poinger Schüler bringen."

Wortlaut aus dem Polizeibericht vom Donnerstag: „Auch wenn das Flugblatt keine strafrechtlich relevanten Inhalte aufweist, so ist es für die Polizei Poing und das Kommissariat Staatsschutz der Kriminalpolizei Erding dennoch interessant, wer die Blätter verteilt hat. Die Anwohner werden deshalb gebeten, verdächtige Wahrnehmungen in diesem Zusammenhang an die PI Poing, Telefon (08121) 9917-0, mitzuteilen.“

Armin Rösl

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