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Der TSV Poing sieht seine Trainingszeiten in Gefahr (hier: Zumba).

Sportbetrieb

TSV Poing fordert Trainingsgarantie

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Weil mit der Dreifachturnhalle der Dominik-Brunner-Realschule die zweite Turnhalle in Poing als Notunterkunft für Asylbewerber verwendet wird, sehen die Sportvereine ihren Betrieb in Gefahr. Der TSV fordert von der Gemeinde Trainingsgarantien. 

Wenn ab Montag, 14. Dezember, die Dreifachhalle der Dominik-Brunner-Realschule geschlossen ist, wird das nicht nur für den Schulsport, sondern auch für die Poinger Sportvereine ein großes Problem. Sie halten dort Trainingsstunden am Nachmittag und Abend ab, was nun nicht mehr möglich sein wird. Wie berichtet, schafft der Landkreis Ebersberg in der Realschulhalle Schlafplätze für etwa 180 Asylbewerber. Dies ist dann die 6. Schulturnhalle im Landkreis, die als Notunterkunft dient. Die Turnhalle der Seerosenschule steht bereits seit etwa einem Jahr für Flüchtlinge zur Verfügung. Auch hier hatten Poinger Vereine sowie die Volkshochschule nachmittags und abends Übungsstunden.

Angesichts der Sperrung der Realschulhalle hat Robert Rieger, Vorsitzender des TSV Poing, in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend eine schriftliche Erklärung des Vereins verteilt. Darin heißt es zu Beginn: „Die Sperrung von Sporthallen, insbesondere im Winter, trifft Sportvereine hart. Wenn Hallentrainingszeiten ersatzlos gestrichen werden, kann das für manche Sportarten existenzbedrohend sein oder für Vereine dazu führen, dass ganze Bereiche abwandern.“ Selbstverständlich, so Rieger in der Erklärung weiter, „müssen alle die Probleme der Flüchtlingsentwicklung mittragen“; dabei dürften aber „bestehende Strukturen nicht beschädigt werden“.

In seiner Erklärung richtet der TSV-Vorsitzende einen Appell an die politische Gemeinde: „Wir brauchen Unterstützung!“ Dies gelte für alle Poinger Sportvereine. Um den Trainingsbetrieb trotz der Sperrung der Realschulhalle einigermaßen aufrecht erhalten zu können, hat Rieger sechs Punkte aufgeführt, die seiner Meinung nach umgesetzt werden müssen.

Dazu gehört unter anderem, dass auswärtige Vereine aus Poing weichen, damit örtliche Vereine Platz bekommen. Wie beispielsweise der Poinger Tennisclub, der außer in der Realschulhalle nirgendwo sonst Hallenzeiten habe.

Bürgermeister Albert Hingerl hat Verständnis für den Unmut der Vereine. „Für sie ist die Situation problematisch. Da brauchen wir nichts schönzureden“, sagte er schon am Dienstagabend in der Sitzung des Bauausschusses. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend kündigte er an, dass am kommenden Dienstag ein Gespräch mit den Vereinsvorständen stattfinden werde, um die aktuelle Situation zu erläutern und über Alternativen für die Durchführung des Trainingsbetriebs zu diskutieren.

Der Forderungskatalog des TSV Poing:

1. Trainingszeiten in den verbleibenden Hallen müssen für jeden Verein vollständig erhalten bleiben.

2. Ausdehnung der Belegungszeiten in den verbliebenen Hallen auf 23 Uhr.

3. Hallenzeiten, die an Vereine der Nachbargemeinden vergeben wurden, müssen jetzt den eigenen Vereinen zu Gute kommen – zum Beispiel dem Tennisclub, der außer in der Realschulhalle keine Belegungszeiten in anderen Hallen hat.

4. Bespielbarkeit des Kunstrasenplatzes bei Schneefall – Räumung durch die Gemeinde ab März.

5. Tageweise Sperrungen von Hallen durch die Gemeinde nur in Ausnahmefällen. Dabei ist diese Information, für interne Planungen, mit einem Vorlauf von einer Woche notwendig.

6. Der Kunstrasenplatz soll ab März den Jugend-Fußballmannschaften bis 19.30 Uhr zur Verfügung stehen. Erwachsenensport kann im Anschluss stattfinden.

Armin Rösl

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