Druck auf Verjüngung und Veränderung zu groß

Poing - Mit einer neuen Führung geht die Feuerwehr Poing in die Zukunft. Bei der Hauptversammlung wählten rund 90 Mitglieder und Aktive Rainer Kinshofer zum neuen Vereinsvorsitzenden.

Kinshofers Stellvertreter ist künftig Sebastian Jäckel, die Aufgaben des Kassiers übernimmt Andreas Lawes, die der Schriftführerin Helga Gaipl. Neu ist außerdem Alexander Späth als künftiger Fähnrich.

Möglich gemacht hatte die komplette Neubesetzung der Rückzug von Herbert Pfnür. Der langjährige Vorsitzende wäre gerne an der Spitze des Vereins geblieben, gab aber schließlich dem internen Druck nach Verjüngung und Veränderung nach. Neben Pfnür zog sich auch dessen Stellvertreterin Andrea Richter aus gesundheitlichen Gründen zurück. Nicht mehr zur Verfügung stand auch der bisherige Kassier Bernhard Antl. Lediglich Schriftführer Uwe Ritter stellte sich einer Stichwahl mit Helga Gaipl und verlor prompt mit 54 zu 32 Stimmen.

An den Neuwahlen unter der Leitung von Bürgermeister Albert Hingerl hatten 90 Mitglieder teilgenommen. Hingerl bescheinigte der aktiven Mannschaft ein hohes Potential und dankte für die Einsätze im Ehrenamt zum Wohle der Poinger Bürger. „Die Feuerwehr wird im Gemeinderat sehr ernst genommen“, sagte er, „wir haben im Jahr 2012 insgesamt 220 000 Euro ausgegeben“. Für das laufende Jahr wurden 110 000 Euro eingestellt - und weitere 470 000 Euro für ein neues Fahrzeug.

Nach den Neuwahlen regte Rainer Kinshofer an, seinen Vorgänger als Beisitzer ins Vorstandsteam zu holen. „Auf einen Mann mit so viel Erfahrung können wir nicht verzichten“, meinte er. Mit Freude nahm Kinshofer zusammen mit dem Ersten Kommandanten Robert Gaipl das „Abschiedsgeschenk“ von Herbert Pfnür, ein Feuerwehrmodellauto VW Bulli, Jahrgang 1946, in Empfang.

In einem kurzen Bericht ging Gaipl auf die Aktivitäten der Poinger Feuerwehr im vergangenen Jahr ein. „Wir hatten mit Stichtag 31. Dezember 2012 insgesamt 72 Aktive“, rechnete er vor, „davon sind 58 einsatzberechtigte Personen und zehn Jugendliche“.

Mit über 72 Prozent bezeichnete Gaipl die Übungsbeteiligung als recht gut, kritisierte mit Nachdruck allerdings unentschuldigtes Fehlen. In Übungen hätten die Aktiven 5482 Stunden geleistet, bei 150 Einsätzen 1613 Stunden. „Damit waren wir 2012 insgesamt 6874 Stunden aktiv“, so seine beeindruckende Bilanz. dul

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