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Beliebt: Poings Pfarrer Michael Holzner (Mitte, stehend) bei einem Dankesfest der Pfarrei für die ehrenamtlichen Helfer.

Finanzielle Unregelmäßigkeiten

Poings Pfarrer spricht von "Fehler"

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Poing – In einem offenen Brief schreibt Poings Pfarrer Michael Holzner: "Es ist ausdrücklich mein Fehler, dass der Eindruck entstehen kann, ich hätte das Geld für mich verwendet." Wegen finanzieller Unstimmigkeiten, die das Erzbischöfliche Ordinariat festgestellt hat, wird Holzner versetzt.

In sozialen Netzwerken sind Verwunderung und Bestürzung über die Abberufung groß. „Uns wird der beste Pfarrer weit und breit genommen!“, schreibt eine Frau auf Facebook. Auf der Seite der Ebersberger Zeitung hat sich der Poinger SPD-Gemeinderat Omid Atai zu Wort gemeldet: „Die Maßnahme des Ordinariats ist absolut nicht nachvollziehbar und nicht die feine Art, wie mit einem Menschen umgegangen wird. In Poing wird Herr Holzner immer willkommen sein.“

Wie berichtet, hat das Erzbischöfliche Ordinariat bekanntgegeben, dass Mi chael Holzner Ende Februar die Pfarrgemeinde St. Michael nach knapp 19 Jahren verlassen muss. Zum einen, weil er weit mehr als die von Kardinal Marx vorgegebenen, maximal 15 Jahre in einer Pfarrei tätig ist, zum anderen, weil bei einer routinemäßigen Prüfung finanzielle Unstimmigkeiten festgestellt wurden.

„Zuschüsse in Notlagen“

In einer Stellungnahme schreibt der 55-jährige Holzner von „finanziellen Zuschüssen in Notlagen durch meine Person“. Über das Schreiben hinaus möchte sich der Pfarrer nicht weiter äußern, da es sich um ein laufendes Verfahren handle. Auch das Ordinariat beruft sich darauf und schweigt zu Details.

Holzner wird am 1. März eine Stelle als Pfarrvikar im Pfarrverband Neuaubing-Westkreuz antreten und dort ausschließlich in der Seelsorge tätigt sein. Somit wird er keinerlei Verwaltungsaufgaben mehr haben, diese werden vom dortigen Pfarrer erledigt.

Nach knapp 19 Jahren falle ihm der Weggang aus Poing schwer, „weil ich mich hier sehr wohl fühle“. Das sagte Holzner am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Stellungnahme im Wortlaut:

Poings Pfarrer Michael Holzner spricht von einem "Fehler".

"Wie ich bereits nach den Gottesdiensten am Wochenende verkündet habe, werde ich die Pfarrei St. Michael zum 1. März 2016 verlassen. Ich selbst werde eine neue Stelle im Pfarrverband Neuaubing-Westkreuz antreten. Die Gründe für den Stellenwechsel liegen in einer laufenden Untersuchung zu von der Revision festgestellten finanziellen Zuschüssen in Notlagen durch meine Person. Das Pfarrbüro ist für die festgestellten Mängel nicht verantwortlich, sondern es ist ausschließlich mein Fehler, dass der Eindruck entstehen kann, ich hätte das Geld für mich verwendet. 

Der Stellenwechsel ist ausdrücklich kein Schuldeingeständnis von mir, da ich das Geld nicht für mich verwendet habe, noch eine Schuldverurteilung durch das Erzbischöfliche Ordinariat.

Ab dem 1. März werden Herr Pfarrer Bernhard Waldherr und Herr Diakon Hans Dimke aus Anzing die Pfarrei mitbetreuen und ab September ist ein neuer Pfarrer vorgesehen. Die von mir zugesagten Taufen, Trauungen usw. werde ich noch wahrnehmen. Michael Holzner, Pfarrer"

Armin Rösl

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