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Felix und sein Vorbild: Mit dem Circus Krone-Clown Cesar Dias tritt der siebenjährige Poinger am Dienstag bei der Unicef-Kindergala auf.

Circus Krone

Felix und sein großer Traum

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Poing - Eigentlich wäre er gern Zirkusdirektor geworden, über seine Rolle als Clown ist er aber nicht weniger glücklich. Felix Zwinz aus Poing tritt bei der Unicef-Kindergala im Circus Krone auf. 

Bis vor Kurzem konnte der siebenjährige Felix mit Clowns gar nichts anfangen. Im Gegenteil: „Er hat sich immer ein bisserl vor den maskierten und geschminkten Gestalten gefürchtet, hatte Respekt vor ihnen“, erzählt Papa Michael von Zirkusbesuchen in der Vergangenheit. Das aber hat sich schlagartig geändert mit dem Moment, in dem er Cesar Dias kennengelernt hat. Der Komödiant und Clown ist der Profi-Partner von Felix, vergangene Woche haben die beiden mehrmals miteinander im Circus Krone geprobt und die Nummer einstudiert. „Der ist sehr nett und lustig“, sagt der Erstklässler über seinen Kompagnon. Die Angst und der Respekt vor Clowns sind dahin, weil: So wie Cesar Dias, wird auch Felix in der Maske geschminkt. „Er weiß jetzt, dass dahinter immer nur ein Mensch steckt“, sagen Mama und Papa Daniela (31) und Michael (35).

Um für die Unicef-Kindergala, veranstaltet von der tz, auserwählt zu werden, hat Felix zusammen mit seinem Vater ein knapp acht Minuten langes Bewerbungsvideo gedreht. „Schon am nächsten Tag haben wir die Zusage erhalten“, erzählt Michael Zwins. Felix präsentiert sich in dem Kurzfilm als Zirkusdirektor mit violettem Zylinder und plaudert frei von der Leber weg, warum er Zirkus liebt und wieso der Circus Krone der „größte und tollste Zirkus der Welt“ ist – zum Schluss singt er, sich selbst auf der Gitarre begleitend, ein Loblied auf den „Krone“. Wie gesagt, eigentlich hatte er gehofft, für die Rolle des Zirkusdirektors genommen zu werden. Vermutlich wäre sein schauspielerisches Talent da aber nicht so sehr zum Tragen gekommen.

Der Siebenjährige Felix liebt das Schauspielern. Erzählt er zuhause von den Proben mit Cesar Dias, zeigt er die Figuren und Szenen, die er in der Manege machen soll, gleich live im Wohnzimmer. „Schau’, so macht er, und so mache ich es nach“, sagt er, während er seine Arme durch die Luft kreisen lässt.

Der Opa ist"schuld"

Dass er sich überhaupt für die Kindergala zu Gunsten von Unicef beworben hat, daran hat sein Opa Karl Zwins (67) Schuld. „Er war letztes Jahr mit Felix im Circus Krone – und hat vor ein paar Wochen zufällig die Ausschreibung in der Zeitung gelesen“, erzählt Michael Zwinz. Der Opa ist gleich mit der Zeitung unterm Arm zu seinem Enkel gegangen – zack: die Entscheidung, sich zu bewerben, stand binnen weniger Sekunden fest.

Als die Zusage kam, freute sich Felix wie über ein langersehntes Geschenk, weil: „Ich wollte bei unserem Schultheater-Projekt mitmachen, aber die haben nur Mädchen genommen“, erzählt der Erstklässler. Jetzt wird er Star in der Manege. Und die ganze Klasse schaut zu. „Die kommen alle mit der Lehrerin und weiteren Erwachsenen zur Vorstellung“, freut sich der siebenjährige Nachwuchs-Clown. Weil die Vorstellung schon um 14.30 Uhr beginnt und die Anfahrt mit der S-Bahn ein wenig dauert, hat Felix’ Klasse für diesen Tag unterrichtsfrei bekommen. „Alle nehmen sich Zeit, auch meine ganze Familie“, sagt Felix und lächelt. „Nur zwei Cousinen können nicht“, fügt er etwas traurig hinzu. Ihnen kann er hinterher in seinem Zimmer zeigen, was er gemacht hat: Felix hat aus Playmobil, Kuscheltieren, Büchern, CD-Hüllen und mehr den Circus Krone vor seinem Bett nachgebaut. Und er wird ihnen erzählen, was für ihn bei den Proben und beim Auftritt das Schönste war: „Wenn die Kapelle spielt und ich in der Manege stehe, fühle ich mich toll.

Armin Rösl

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