Hingerl äußert sich zum Gewerbegebietsstreit mit Vaterstetten

Poing/Vaterstetten - Die Ansiedlung der Firma Schustermann und Borenstein im Gewerbegebiet in Grub hat Bürgermeister Hingerl in einem direkten Brief an seinen Vaterstettener Kollegen Wagner verteidigt.

Das Schreiben Hingerls an Wagner mit Datum 24. Mai liegt der EZ vor. Hingerl hatte es zeitgleich und ausdrücklich an die Presse weitergeleitet mit dem Hinweis, dass Wagner seine und die Bedenken des Vaterstettener Gemeinderates in Sachen Grub unlängst ebenfalls den Medien zugeleitet habe, ohne vorher mit ihm das persönliche Gespräch gesucht zu haben.

Hingerl schreibt, dass sich ein im Juni 2007 noch gemeinsam geplanter und in beiden Gemeinderäten beschlossener Gewerbepark Parsdorf-Grub nicht zuletzt aufgrund der zurückhaltenden Bodenpolitik des Freistaats als Eigentümer besagter Flächen zerschlagen habe. Der Freistaat sei, so Hingerl, derzeit nur bereit, Flächen abzutreten, sofern im Verhältnis 1:1 zusammenhängende, landwirtschaftliche Ersatzflächen in unmittelbarer Nähe zu Grub zur Verfügung gestellt würden. Die Gemeinde Poing verfüge nicht über solche Flächen. Jedoch sei es dem Investor gelungen, landwirtschaftliche Ersatzflächen zu sichern. Nur deshalb sei es möglich geworden, überhaupt ein Bauleitverfahren für ein Gruber Gewerbegebiet einzuleiten. Was die befürchtete verkehrliche Belastung angeht, verweist Hingerl auf ein Gutachten. Danach seien die Auswirkungen als marginal und unterhalb der täglichen Schwankungsbreite einzustufen. Eine Beteiligung Poings an Straßeninfrastrukturmaßnahmen auf Vaterstettener Flur schloss Hingerl für sich zugleich aus. Dennoch sei er gerne bereit, dieses Thema nochmals im Poinger Rat abzustimmen zu lassen. jödo

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