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Über 300 Flüchtlinge sind derzeit in Poing untergebracht. Einige von ihnen treffen sich regelmäßig im "Café International" im Jugendzentrum.

Ansprechpartnerin für Behörden, Bürger und Flüchtlinge

Poinger Asylbeauftragte: Helfen, unterstützen, koordinieren

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Als erste Kommune im Landkreis Ebersberg und als eine von ganz wenigen in Bayern hat die Gemeinde Poing jetzt eine eigene Asylbeauftragte in Vollzeit eingestellt: Margit Burdack (44). Bürgermeister Albert Hingerl: "Mit dem eigenen Personal im Rathaus konnten wir das Asyl- und Flüchtlingsthema nicht mehr bewältigen."

320 Asylbewerber sind aktuell in Poing untergebracht, mit der Traglufthalle, die im April in Grub in Betrieb gehen soll, werden weitere Flüchtlinge hinzukommen. „Mit dem eigenen Personal können wir das Asyl- und Flüchtlingsthema nicht mehr bewältigen“, sagt Bürgermeister Albert Hingerl. Um im Rathaus für Entlastung zu sorgen, vor allem aber, um für ehrenamtliche Helfer, für Behörden, Bürger und für die Flüchtlinge selbst einen Ansprechpartner zu haben, hat der Gemeinderat Ende vergangenen Jahres eine neue Vollzeitstelle im Rathaus geschaffen.

Die 44-jährige Margit Burdack ist Asylbeauftragte in Poing.

Am Montagabend hat Hingerl die neue Kraft vorgestellt: Margit Burdack (44), gebürtig aus Rehau (Landkreis Hof). Zuletzt war die Verwaltungswirtin und studierte Historikerin und Politikwissenschaftlerin im brandenburgischen Landtag tätig – in der Öffentlichkeitsarbeit und als Verantwortliche für Besucherbetreuung.

„Ich unterstütze alle, die helfen wollen“, beschreibt Burdack einen Teil ihrer neuen Arbeit und fügt hinzu, dass sie auch für Bürger da sei, die allgemein Fragen zum Thema Asylbewerber in Poing haben. Bürgermeister Albert Hingerl sagt: „Mit dieser Stelle wollen wir auch den sozialen Frieden in der Gemeinde wahren.“ Er ergänzt, dass die neue Mitarbeiterin alle Angebote für Asylbewerber in der Gemeinde koordinieren werde (beispielsweise Deutschkurse) und auch Ansprechpartnerin für sämtliche Behörden sei. „Aber“, betont er ausdrücklich, „diese Stelle ist kein Ersatz für das Landratsamt“. Die Kreisbehörde sei weiterhin, im Auftrag der Regierung von Oberbayern, hauptverantwortlich für die Unterbringung und Begleitung von Asylbewerbern.

Wie berichtet, wollte die Gemeinde Poing schon Anfang des Jahres die neue Stelle besetzen. Kurz vor Dienstantritt aber hatte die Bewerberin überraschend abgesagt. Laut Hingerl hatte es auf die Stellenausschreibung über 30 Bewerbungen gegeben. Nach der Absage entschied sich der Gemeinderat (beschließendes Gremium in Personalfragen) für Margit Burdack. Die Vollzeitstelle ist zunächst auf drei Jahre befristet – mit Option auf Verlängerung.

Margit Burdack ist im Rathaus erreichbar unter Telefon (0 81 21) 97 94-145, sowie per E-Mail an asyl@poing.de.

Armin Rösl

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