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Mehr als 100 Dankurkunden lagen beim Poinger Neujahrsempfang bereit für alle Ehrenamtlichen, die sich bei der Integration der Asylbewerber engagieren.

Neujahrsempfang

Über 100 Dankurkunden

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So viele Urkunden auf einmal gab's noch nie: Beim Neujahrsempfang am Sonntagnachmittag hat Poings Bürgermeister Albert Hingerl nicht nur an drei Personen die Bürgermedaille verliehen, sondern auch alle ehrenamtlichen Helfer gewürdigt, die bei der Integration der Asylbewerber engagiert sind. Über 100 Dankurkunden lagen zur Verleihung bereit. 

Weil sie ungern im Rampenlicht stehen, hat keiner der über 100 Ehrenamtlichen persönlich die Urkunde entgegengenommen geschweige denn wollte auf ein Foto. Weil sie sich gerne und selbstverständlich um die Flüchtlinge, die in Poing untergebracht sind, kümmern. Als Deutschlehrer, als Paten, bei Treffen oder bei der Organisation von Spenden aller Art. Beim Neujahrsempfang in der Aula der Anni-Pickert-Schule dankte Bürgermeister Albert Hingerl allen freiwilligen Helfern, weil sie „mit ihrem Einsatz ein leuchtendes Beispiel an Hilfsbereitschaft sind“. In seinen Dank schloss er die Freiwillige Feuerwehr ebenso mit ein wie die Polizei und weitere Hauptamtliche – sie alle würden „an dieser großen Aufgabe mitwirken und damit die notwendige Integration erleichtern“. Für alle Ehrenamtlichen hatte Hingerl jeweils eine Dankurkunde der Gemeinde Poing mitgebracht, die in den nächsten Tagen zugestellt werden.

Darüber hinaus ehrte der Bürgermeister Karin Kölln-Höllrigl, Michael Gütlich und Hans Morgenstern für deren jahrelanges ehrenamtliches Engagement in und für die Gemeinde mit der Bürgermedaille. Kölln-Höllrigl gehörte 20 Jahre dem Gemeinderat an und war zehn Jahre Dritte Bürgermeisterin. Heute ist sie Vorsitzende der Volkshochschule, außerdem war sie elf Jahre Vorsitzende des Fördervereins Seniorenzentrum Poing.

Bürgermeister Albert Hingerl (2.v.li.) überreichte die Bürgermedaille an (v.li.) Hans Morgenstern, Karin Kölln-Höllrigl und Michael Gütlich.

Michael Gütlich und Hans Morgenstern bekamen die Auszeichnung für ihre kulturellen Verdienste. Gütlich ist künstlerischer Leiter des Vereins Kulturtage Poing, war 2010 mitverantwortlich für den historischen Festumzug anlässlich des 1150. Jubiläums der Gemeinde und er ist Mitwirkender im Organisationsteam des Straßenfestivals. Morgenstern war Initiator und Organisator der „Poinger Opernbälle“, hat den Männer-Hobby-Kochclub gegründet und hat mit seinem Kulturkreis Poing dafür gesorgt, dass in der Gemeinde vergangenes Jahr erstmals eine Erdbeerkönigin und ein Christkind gekürt wurden.

In seiner Neujahrsrede rückte Bürgermeister Albert Hingerl die Veränderungen Poings in den Mittelpunkt. Angefangen von den Abrissen des alten Liebhart’s Bräuhauses und des Hotels Strasser in Poing-Süd bis hin zu den Neubaugebieten in Poing-Nord. Mit Blick auf die nächsten Jahre wünsche er sich, dass die seit langem geplante neue Bahnunterführung samt barrierefreien Zugängen endlich Realität werde. Der Baubeginn sei für 2018 vorgesehen. „Wenn das klappt, gehe ich nach Altötting“, kündigte Hingerl eine Dank-Wallfahrt an. Sollte dazu in den nächsten Jahren auch noch ein Gymnasium in Poing genehmigt und gebaut werden, sei er vollends zufrieden.

Vor der Neujahrsrede sprachen die beiden Pfarrer Michael Holzner (katholisch) und Michael Simonsen (evangelisch) zu den rund 250 Besuchern. Beide warben angesichts der Asyl-Problematik um Offenheit und darum, bei allen Entscheidungen und allem Tun immer den einzelnen Menschen zu sehen.

Nach gut eineinhalb Stunden war der offizielle Teil beendet, viele nutzten anschließend das Büfett des Frauenbundes und von Susi Manda zu Gesprächen. Für die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs sorgte das Akkordeon-Orchester „accordeonissimo“, um die Betreuung der Kleinkinder während der Reden kümmerten sich Daniela Richter und Veronika Heubisch, Jugendleiterinnen des Poinger Jugendzentrums.

Armin Rösl

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