Viele gefüllte Umzugskartons
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Kleidung und vieles mehr hat die OstEuropaHilfe jetzt nach Gomel geschickt.

Unterstützung für Gomel

14 Tonnen Hilfsgüter: Poinger Verein OstEuropaHilfe schickt nächsten Hilfstransport

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Bedürftigen und armen Menschen helfen, das geht trotz Corona: Die Poinger OstEuropaHilfe hat einen weiteren Hilfstransport nach Weißrussland schicken können.

Poing – Das Lager in Feldkirchen (Kreis München) war voll, ein Anblick, den der Vorstand und die Mitglieder des Vereins OstEuropaHilfe nicht länger akzeptieren konnten, berichtet Vorstandsmitglied Helgrid Schörghofer: „Diese Hilfsgüter werden doch in Gomel so dringend benötigt.“ Das waren die Gedanken im Januar, nachdem der Verein im November 2020 einen Hilfstransport organisiert und durchgeführt und das Lager sich seitdem wieder gefüllt hatte. Aufgrund der Corona-Pandemie und der entsprechenden Vorgaben aber sei ein zeitnaher Transport in die Stadt Gomel, die im Tschernobyl-Gebiet in Weißrussland liegt, nicht möglich gewesen. Schörghofer: „Bis Anfang April haben wir gebangt und gezittert, aber dieses Mal hat es geklappt.“

Vor dem Einladen der Güter haben die Helfer einen Corona-Schnelltest (allesamt negativ) gemacht.

Seit Beginn der Corona-Pandemie konnte die OstEuropaHilfe nun zum zweiten Mal einen großen Lastwagen voll mit Hilfsgütern nach Belarus schicken. Selbst mitfahren konnten die Vereinsmitglieder wegen der Corona-Bestimmungen nicht, doch der Transport ist mittlerweile gut angekommen, berichtet Helgrid Schörghofer. „Jetzt muss nur noch die Ladung vom örtlichen Zoll gesichtet und freigegeben werden – ein Verfahren, das gewöhnlich etwa vier bis sechs Wochen in Anspruch nimmt. Danach kann die Verteilung der Hilfsgüter durch unsere Partnerorganisation ,Erbe von Tschernobyl’ erfolgen.“

Ebenfalls an Bord: zahlreiche Stühle.

Die Ladung bestand laut Vereinsvorstand hauptsächlich aus 5000 Einwegmasken für eine Kinder-Rehastation; Schul- und Büromöbel, Kinderstühle, Kinderwagen, Bettwäsche, Matratzen, Decken, Teppiche, Flachbildschirme, PC-Zubehör, Büromaterial, Geschirr, Kinderspielzeug, Bekleidung sowie Geschenkpakete für berechtigte hilfsbedürftige Personen. Insgesamt mehr als 14 Tonnen Hilfsgüter, berichtet Schörghofer. Alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Vereins, die beim Einladen in den Lkw beteiligt waren, hatten zuvor einen Corona-Schnelltest durchgeführt (mit negativem Ergebnis) und FFP2-Masken getragen. Das Einladen erfolgte im Freien.

Poinger Verein kann wieder Spenden annehmen und lagern

Im Namen des gesamten Vorstandes schreibt Helgrid Schörghofer in ihrem Pressebericht zum Transport: „Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern, Helfern und Unterstützern, die diesen Transport möglich gemacht haben.“ Am Ende der Mitteilung steht: „Die gute Nachricht: Wir haben wieder Platz im Lager und können Sachspenden entgegennehmen.“ Dies erfolgt ausschließlich nach telefonischer Terminvereinbarung bei Lisa Demmer aus Poing, unter Telefon (0151) 50145659.

Informationen zum Verein OstEuropaHilfe gibt es auf www.oeh-poing.de.

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