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Der Bedarf an günstigen Mietwohnungen ist auch in Poing groß. Hier das aktuelle Projekt an der Bergfeldstraße. 

Sozialer Wohnungsbau 

200 Bewerber für 24 Wohnungen

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Der Bedarf an bezahlbaren Mietwohnungen ist in Poing, wie überall in München und Umgebung, groß. Für das aktuelle Projekt mit 24 geförderten Wohnungen sind etwa 200 Bewerbungen eingegangen. Derzeit läuft die Vergabe, die nächsten Wohnungen dieser Art folgen.

Poing – Aktuelle Zahlen aus Statistiken gibt es zwar keine, doch Renate Karisch hat anhand der zur Verfügung stehenden Daten aus den Jahren 2011 bis 2015 sowie vom Landratsamt eine Hochrechnung für Poing angestellt. Dabei kommt sie zum Ergebnis, dass der Bedarf an einkommensorientiert geförderten Wohnungen bei 1134 Einheiten liegt. Dies hat die Leiterin des Poinger Sozialamtes anhand der Anzahl der Haushalte (rund 7000) sowie der Einkommensstrukturen errechnet. Aktuell gebe es in der Gemeinde 266 sozial geförderte Wohnungen, 198 im Bestand, 68 in Bau. 24 davon entstehen derzeit an der Bergfeldstraße, die Bewerbungsphase ist abgeschlossen. Laut Karisch wurden rund 200 Bewerbungsunterlagen angefordert, was den Bedarf an bezahlbaren Mietwohnungen in Poing unterstreiche.

In Grub, an der Kirchheimer Straße, baut der Freistaat momentan elf solcher Wohnungen, außerdem hat das Unternehmen Südhausbau vor Kurzem – ebenfalls an der Bergfeldstraße, auf Höhe des Badesees – mit der Errichtung eines weiteren derartigen Wohnkomplexes begonnen. Die Mietpreise liegen Karisch zufolge mit bis zu 8,50 Euro überall unter den gängigen Marktpreisen für Neubauten, die sie mit 13 bis 15 Euro pro Quadratmeter bezifferte. Für Bestandswohnungen würden derzeit zwischen 9,50 bis 11,50 Euro Miete verlangt.

Renate Karisch hat ihre Berechnungen in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt, in der auch das Konzept für das Neubaugebiet W7 präsentiert worden ist (wir berichteten). Hier sind ebenfalls mehrgeschossige Bauten mit einkommensorientiert geförderten (EOF) Wohnungen geplant. Zwar entscheidet der Vermieter bzw. Bauträger über die Vergabe dieser Einheiten, allerdings stets in Absprache mit der Gemeinde und dem Landratsamt, erläuterte Karisch.

Zur Berechnung des Bedarfs an EOF-Wohnungen hat Karisch die Einkommen der etwa 7000 Haushalte in Poing herangezogen. Demnach verfügen knapp 20 Prozent über ein niedriges Jahreseinkommen (bis 25.000 Euro) gut 40 Prozent über ein mittleres (25.000 bis 50.000 Euro) und knapp 40 Prozent über ein hohes Einkommen (über 50.000 Euro). Daraus ergebe sich laut Karisch, dass knapp 25 Prozent bzw. etwa 1400 aller Haushalte EOF-berechtigt wären. Als absolute Zahl kommen 1134 Wohneinheiten heraus.

Auf der letzten Folie ihres Power-Point-Vortrages hatte Sozialamtsleiterin Karisch in großen Buchstaben geschrieben: „Keine Panik!“. Nicht alle, die EOF-berechtig sind, würden auch eine solche Wohnung beantragen. Aus verschiedenen Gründen. Nichtsdestotrotz sei aber auch in Poing, wie in München und Umgebung, der Bedarf an günstigen Mietwohnungen sehr hoch.

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