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In Poing sollen ab September die ersten kommunalen Blitzer stehen.

Verkehrsüberwachung

Ab September wird geblitzt

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Jetzt ist es fix: Möglicherweise schon ab Start des neuen Schuljahres wird es in der Gemeinde Poing Geschwindigkeitskontrollen geben. Durchgeführt nicht von der Polizei, sondern von einem kommunalen Zweckverband.

Poing – An welchen Stellen Geschwindigkeitskontrollen ganz besonders sinnvoll sind und eingerichtet werden sollten, werden Gemeindeverwaltung und Polizeiinspektion Poing in den nächsten Tagen und Wochen klären, kündigt Bürgermeister Albert Hingerl an. Möglich wäre es beispielsweise an Kindertagesstätten und Schulen. Fest steht: Die Gemeinde Poing tritt dem Kommunalen Zweckverband Verkehrsüberwachung Markt Schwaben bei. Das hat der Gemeinderat jetzt in nicht-öffentlicher Sitzung beschlossen. Sobald der Marktgemeinderat der Nachbargemeinde die Aufnahme bestätigt hat, kann mit den kommunalen Geschwindigkeitskontrollen begonnen werden. Hingerl hofft, dass dies ab September, zu Beginn des neuen Schuljahres, der Fall ist.

Die Verkehrsüberwachung in Poing ist zunächst auf zwei Jahre ausgelegt, bis Ende 2019.

Nachdem sich der Gemeinderat in der Mai-Sitzung mit einer 15:9-Mehrheit (SPD, FWG und Grüne dafür, CSU und FDP dagegen) für die Verkehrsüberwachung ausgesprochen hat, wird diese in die Tat umgesetzt. Kontrolliert wird ausschließlich der fließende Verkehr, Parkverstöße hingegen werden nicht geahndet. In der entsprechenden Gemeinderatssitzung hatte sich eine 13:11-Mehrheit gegen die Kontrolle des ruhenden Verkehrs ausgesprochen.

Der Zweckverband Markt Schwaben hat aktuell rund 20 Mitgliedsgemeinden – aus den Landkreisen Ebersberg, Erding, München, Mühldorf und Neuburg-Schrobenhausen. Laut Zweckverband lassen drei Viertel der beteiligten Kommunen den ruhenden und fließenden Verkehr kontrollieren, unter anderem Markt Schwaben selbst.

Im Zuge der Diskussion um Verkehrsüberwachung und -sicherheit hat der Gemeinderat Poing in seiner Juli-Sitzung auch die neue Grundschule an der Bergfeldstraße im Zauberwinkel thematisiert. Ergebnis: Die Gemeindeverwaltung soll in Absprache mit der Polizei prüfen, ob auf der Bergfeldstraße im Bereich der Schule eine Tempo-30-Zone möglich ist. Der Haupteingang befindet sich direkt an dieser viel befahrenen Straße (etwa 3000 Fahrzeuge pro Tag), auf der 50 km/h erlaubt sind.

Die Poinger Polizei befürwortet übrigens die Kommunale Verkehrsüberwachung. In einer Stellungnahme an den Gemeinderat hat die Polizeiinspektion geschrieben, dass sie wegen „ständig wachsender Aufgaben und begrenzter sachlicher und personeller Mittel“ nicht mehr viel Zeit für die Verkehrsüberwachung habe.

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