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Schulleiter Matthias Wabner im Jahr 2011 bei der Einführung der Schulkleidung. Die ist ab sofort nicht mehr Pflicht.

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Ab sofort keine Uniformpflicht mehr

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In der Dominik-Brunner-Realschule ist das Tragen der Schulkleidung nicht mehr Pflicht. In einer Umfrage haben sich 69 Prozent der Schüler und Eltern gegen die Fortführung der Uniform ausgesprochen.

Poing – Das Ergebnis der Umfrage, die die Schulleitung von 20. März bis 7. April unter Schülern und Eltern durchgeführt hat, ist eindeutig: 642 Stimmen (69 Prozent) gegen die Fortführung der Tragepflicht der Schulkleidung, 287 (31 Prozent) dafür. Aufgrund dessen hat das Schulforum (bestehend aus Lehrer-, Schüler- und Elternvertretern) jetzt folgenden Beschluss gefasst: „In Anbetracht der aussagekräftigen und eindeutigen Befragungsergebnisse wird mit Wirkung vom 4. Mai 2017 nach Bekanntgabe in einer Schulversammlung die bislang geltende Trageverpflichtung aufgehoben. Die Schulkleidung wird aber nicht abgeschafft, kann jederzeit und gerne auch weiterhin täglich – jetzt freiwillig – getragen werden.“

Schulleiter Matthias Wabner spricht von einer „historischen Entscheidung“, weil sie demokratisch von allen Beteiligten gefällt wurde. Bereits vor zwei Jahren war die Schulkleidung Thema einer internen Abfrage, vor einem Jahr brachten es die Klassensprecher in einer Konferenz nochmals auf die Tagesordnung. Daraufhin habe er weitere Gespräche mit Schüler- und Elternvertreter geführt und dann die Umfrage gestartet, berichtet Wabner.

Der Grund, warum die Schulkleidung in den vergangenen Jahren immer wieder für Diskussion gesorgt hat, sei die Tragepflicht gewesen. An der Gestaltung der Kleidung sowie an der Tatsache, dass die Pullover, T-Shirts und Mützen bezahlt werden müssen, habe es keine Kritik gegeben. „Insbesondere die Schüler der oberen Jahrgangsstufen waren gegen die Verpflichtung“, sagt Wabner.

Seit dem Beschluss sei die Atmosphäre an der Dominik-Brunner-Realschule viel entspannter, hat der Direktor beobachtet. Das gefalle ihm, die Entscheidung trage er ohne Weiteres mit, betont er.

Die einheitliche Kleidung wurde im September 2011 nach Beschluss des damaligen Schulforums eingeführt. Die Begründung lautete: „Wir möchten durch das Tragen von Schulkleidung dazu beitragen, dass sich unsere Schüler mit der Realschule Poing identifizieren und eine noch stärkere Zugehörigkeit zu ihrer Klasse und der gesamten Schulgemeinschaft verspüren. Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, dass unsere Schülerinnen und Schüler ihren Selbstwert unabhängig von der eigenen Kleidung definieren. Die Schulbekleidung soll dazu beitragen, dass unsere Schüler andere Formen des Selbstausdrucks kennenlernen und verinnerlichen.“

Für Schüler gibt es die Kleidung weiterhin, auch im neuen Schuljahr. Gekauft werden muss sie aber nicht mehr.

Auch für die Lehrerinnen und Lehrer an der Dominik-Brunner-Realschule besteht weiterhin die Möglichkeit, Schulkleidung zu tragen. Direktor Matthias Wabner selbst werde dies auch tun, sagt er. Vermutlich aber nicht mehr jeden Tag.

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