Zwei Straßen
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Als erste Maßnahme werden am Knotenpunkt Bergfeldstraße (von links) und Kirchheimer Allee Bäume gefällt. Damit Platz ist für den Kreisverkehr, der hier gebaut wird.

Baumaßnahme

An Knotenpunkt in Poing-Nord: Bäume weg für neuen Kreisverkehr

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Die Gemeinde Poing startet die Vorbereitungen für den Bau eines neuen Kreisverkehrs: am Knotenpunkt Bergfeldstraße/Kirchheimer Allee. Dort gilt abknickende Vorfahrt.

Poing – Wie genau der Kreisverkehr aussehen wird, der am Knotenpunkt Kirchheimer Allee/Bergfeldstraße in Poing-Nord gebaut wird, wird am 9. März erstmals öffentlich vorgestellt. In der Sitzung des Bauausschusses des Gemeinderates. Zuvor aber finden schon die ersten vorbereitenden Arbeiten statt: Im Bereich des Knotenpunktes werden noch vor dem 1. März acht Bäume und Sträucher gefällt. Das teilte Bürgermeister Thomas Stark in der Januar-Sitzung des Gemeinderates mit. „Die Bäume fallen nicht unter die gemeindliche Baumschutzverordnung, eine Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde ist erfolgt und eine 1:1-Ersatzpflanzung ist vorausgesetzt“, so die Bekanntgabe. Die Fällung müsse deshalb jetzt erfolgen, da wegen der Brutzeit von Vögeln dies ab März nicht mehr erlaubt sei.

Poing: Mehr Verkehr wegen Neubaugebieten

Mit dem Kreisverkehr will die Gemeinde Poing die Verkehrssituation an dem Knotenpunkt entschärfen – und für die Zukunft für Entlastung und besseren Verkehrsfluss sorgen. Mit den beiden Neubaugebieten W7 (Lerchenwinkel, dort sollen die ersten Häuser in etwa zwei Jahren bezugsfertig sein) und W8 nördlich der Bergfeldstraße wird der Verkehr in diesem Bereich noch mehr werden.

Verkehrsgutachten: Verkehr wird sich verdoppeln

Laut einem Verkehrsgutachten, das im Sommer 2017 in einer öffentlichen Infoveranstaltung vorgestellt wurde, wird sich nach Fertigstellung der beiden Wohngebiete (hier wird Wohnraum für jeweils 2000 Menschen, insgesamt also 4000 Menschen, geschaffen; außerdem wird ein Gymnasium für gut 1000 Schüler gebaut) der Verkehr verdoppeln. Die gilt laut Ergebnis des Verkehrsplanungsbüros Prof. Harald Kurzak für die Bergfeldstraße, die Kirchheimer Allee (Abschnitt Knotenpunkt Bergfeldstraße bis zur Tankstelle) und den Westring. Von aktuell etwa 3200 Fahrzeugen pro Tag auf gut 6000 (diese Prognose gilt für den Westring), sowie von derzeit etwa 4400 auf bis zu 10.000 (Bergfeldstraße).

Poing: Kreisverkehr soll für besseren Verkehrsfluss sorgen

Basis für dieses Gutachten bzw. die Prognose ist eine Verkehrszählung, die am 6. Dezember 2016 über eine Dauer von acht Stunden durchgeführt wurde. Außerdem hatte die Gemeinde Poing an mehreren Abschnitten der betreffenden Straßen elektronische Fahrzeugzähler angebracht, deren Aufzeichnungen ebenfalls in das Gutachten einflossen.

Verkehrsgutachter Bernhard Schuster vom Büro Prof. Kurzak sagte damals sowohl im Gemeinderat als auch bei der öffentlichen Infoveranstaltung, dass aufgrund der Ergebnisse und der zu erwartenden Anzahl an Fahrzeugen am Knotenpunkt Bergfeldstraße/Kirchheimer Allee ein Kreisverkehr gebaut werden müsse. Derzeit gilt in diesem Bereich „abknickende Vorfahrt“ aus der Kirchheimer Allee.

Überlegungen für Westring/Plieninger Straße

Laut ersten Planungen soll der Kreisverkehr dort einen Radius von 40 Metern haben. „Groß genug, um sämtlichen Verkehr, auch den der Zukunft, aufzunehmen und flüssig fließen zu lassen“, so Verkehrsgutachter Bernhard Schuster bei der ersten Präsentation vor etwa dreieinhalb Jahren.

Wie der Westring (insbesondere in Richtung Osten, zur Kreuzung mit der Plieninger Straße) entlastet werden kann, darüber haben sich Gemeinde und Gemeinderat ebenfalls schon Gedanken gemacht. Zwei Möglichkeiten gibt es: eine Ampel oder ebenfalls einen Kreisverkehr. Eine endgültige Entscheidung ist hier noch nicht gefallen.

Der Kreisverkehr auf der anderen Seite, am Knotenpunkt Kirchheimer Allee/Bergfeldstraße, steht fest.

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