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In einer Feier am Freitag hat die Anni-Pickert-Schule die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten. Mit der Dominik-Brunner-Realschule und der Seerosenschule tragen in Poing jetzt drei Schulen diesen Titel.

Anni-Pickert-Schule

Gegen Ausgrenzung

  • Armin Rösl
    VonArmin Rösl
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Jetzt hat die Gemeinde Poing drei Schulen mit dem offiziellen Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“: Am Freitag ist die Anni-Pickert-Schule hinzugekommen.

Poing – Nach der Dominik-Brunner-Realschule und der Seerosenschule (Sonderpädagogisches Förderzentrum) ist seit Freitag auch die Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule in Poing offiziell eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Das Siegel wurde gestern Vormittag vom bundesweiten Trägerverein Aktion Courage überreicht. Dem Netzwerk der Schulen mit Courage gehören in Deutschland laut der Initiative aktuell über 3000 Schulen an. In der Gemeinde Poing sind es nun drei.

Bei der Feier am Freitagvormittag in der Aula der Anni-Pickert-Schule lobte Rektorin Luitgard Stephan-Wagenhäuser die Schüler für deren schon seit Jahren andauernden Einsatzes für ein gutes Miteinander und gegen Ausgrenzung. Als Beispiele nannte sie die Demonstrationen gegen die ausländerfeindlichen Schmierereien an der Fassade der Turnhalle der Seerosenschule, als dort Asylbewerber untergebracht waren, die Einführung des „Wertewapperls“ mit dazugehörigem Theaterstück gegen Ausgrenzung, sowie verschiedene kleine Aktivitäten innerhalb der Schule.

Vor etwa einem Jahr, berichtete Stephan-Wagenhäuser, hatten die Klassensprecher sie darum gebeten, dass sich die Anni-Pickert-Schule um das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bewerben möge. Voraussetzung, um den Titel zu erhalten, ist laut Aktion Courage: „Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in der Schule lernen und arbeiten, verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.“ Ein solcher Projekttag hat gestern stattgefunden, bei dem alle Klassen verschiedene Aspekte und Aktionen präsentierten.

Zur Auszeichnung gehört, dass sich die jeweilige Schule einen prominenten Paten sucht, der die Schüler über Jahre hinweg begleitet. Bei der Dominik-Brunner-Realschule ist es die Weltklasse-Biathletin Franziska Preuß, bei der Seerosenschule die Kabarettistin Luise Kinseher. Die Klassensprecher der Anni-Pickert-Schule hatten sich für Poings Bürgermeister Albert Hingerl ausgesprochen – der die Patenschaft sehr gerne angenommen habe, wie er am Freitagvormittag in seiner Rede sagte. „Ich bin unheimlich stolz auf Euch“, lobte er die Schüler für deren Engagement. Dies gelte sowohl für die Anni-Pickert-Schule, als auch für die Realschule und die Seerosenschule: „Ihr alle seid Vorbilder für uns Erwachsene.“ Nicht zuletzt deshalb habe der Gemeinderat unlängst beschlossen, dass sich Poing selbst aktiv als Gemeinde ohne Rassismus und mit Courage engagieren werde. Gleiches gelte für den Landkreis Ebersberg.

Schulleiterin Luitgard Stephan-Wagenhäuser appellierte am Ende an alle Schüler sowie an die gesamte Schulfamilie, dass der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nicht nur ein Schild am Schulgebäude sei: „Ich wünsche Euch, dass Ihr Mut haben werdet zu helfen, wenn jemand ausgegrenzt wird. Ich wünsche Euch, dass dieses Projekt keine Eintagsfliege ist, sondern weitergeführt wird.“

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