Bahnhofsareal
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Neben der neuen Unterführung (li.) werden auf der Südseite des Poinger S-Bahnhofs derzeit circa 75 Parkplätze (Pfeil) eingerichtet. 

S-Bahnhof Poing

In dieser Woche: 75 Parkplätze auf der Südseite des Poinger S-Bahnhofs

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Nach der Eröffnung von Poings neuer Bahnunterführung fehlt es auf der Südseite an Pendler-Parkplätzen. Diese werden jetzt fertiggestellt.

  • Auf der Südseite des Poinger S-Bahnhofs gibt es momentan keine Parkplätze
  • 75 Stellflächen werden diese Woche fertiggestellt
  • Für die Zukunft ist ein Parkhaus geplant

Mit der Neugestaltung der Südseite des S-Bahnhofs hat die Gemeinde Poing eine Mammutaufgabe vor sich, die einige Jahre dauern wird. Zum einen deshalb, weil ausgenommen der Apotheke und des daneben befindlichen großen Telekomgebäudes alle Grundstücke zwischen Bahnhof und Bahnhofsstraße der Deutschen Bahn gehören. Zum anderen, weil die komplette Umplanung und deren Realisierung einige Jahre in Anspruch nehmen wird (allein schon wegen der behördlichen Verfahren). In der September-Sitzung des Bau- und Umweltausschusses des Gemeinderates Poing ist nun der Startschuss für Überlegungen und mögliche Planungen gegeben worden.

Parkplätze sollen in den nächsten Tagen fertiggestellt werden

Vorab eine gute Nachricht für alle Pendler: Wie Bürgermeister Thomas Stark auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, werden in dieser Woche auf der Südseite des S-Bahnhofs circa 75 Stellplätze provisorisch errichtet. „Die werden wegen der Verkehrssicherungspflicht ordnungsgemäß befestigt und beleuchtet“, so Stark. Seit dem Start des Neubaus der Unterführung waren die bisherigen Parkplätze auf der Südseite weggefallen. Die Fläche ist nun etwas kleiner, da die Unterführung mehr Platz in Anspruch genommen hat.

Drei Varianten für die Gestaltung der Zukunft

In der Bauausschusssitzung haben Christine Ohlen und Stefanie Wenke von der Dragomir Stadtplanung GmbH aus München drei erste Vorschlagsvarianten präsentiert. In allen dreien ist für die Südseite, wo früher schon Parkplätze waren, ein Parkhaus eingezeichnet. Dieses wird von allen Fraktionen befürwortet. Zum einen, weil aufgrund des Wachstums der Gemeinde Poing vermehrt Parkplätze am S-Bahnhof zur Verfügung gestellt werden müssten, zum anderen, weil auch Pendler aus Nachbargemeinden wie Anzing die Stellplätze nutzen. Außerdem, so sagte Bauausschuss- und Gemeinderatsmitglied Franz Langlechner (CSU), sei ein Parkhaus auch ein Lärmschutz für die Anwohner südlich der Bahnhofstraße. Hier sieht die Planung eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe vor, wie sie schon jetzt vorhanden ist.

Busrondell könnte verlegt werden

An der Unterführung könnte auf der Südseite ebenfalls Gewerbe untergebracht werden, so die Stadtplanerinnen. Beispielsweise kleine Läden und ein Café. Einen Bahnhofskiosk gibt es bereits heute, eine der Fragen für die Zukunft wird sein, ob dieser im Bahnhofsgebäude bleibt, oder verlegt wird.

Zweckbau noch ohne Farbtupfer: Poings neue Unterführung am S-Bahnhof. 

Damit hängt die Frage zusammen, wo künftig das Busrondell situiert werden soll. In zwei Varianten schlagen die Planerinnen vor, die Bushaltestelle zu versetzen, in Richtung Osten, sprich: auf die andere Seite der Unterführung, quasi davor. Das hätte den Vorteil, dass die Busse nicht mehr an der Unterführung vorbeifahren müssten. In Variante drei bleibt das Rondell dort, wo es jetzt ist.

Entbehrlichkeitsprüfung wird Zeit kosten

Entschieden worden ist in der Bauausschusssitzung noch gar nichts. Es habe sich um ein „erstes Brainstorming“ gehandelt, sagte Bürgermeister Thomas Stark. Ideen und Vorschläge würden aufgenommen und weiter diskutiert. Prinzipiell handle es sich bei der Neuplanung der Südseite des S-Bahnhofs um einen Vorgang bzw. ein Projekt, dass auf die nächsten Jahrzehnte ausgerichtet sei. Allein schon wegen der sogenannten Entbehrlichkeitsprüfung, die vorzunehmen sei: Die Gemeinde schlägt der Deutschen Bahn als Grundstückseigentümerin vor, was auf welchen Flächen geplant sei. Die Bahn wiederum muss entscheiden, ob und welche Grundstücke sie hierfür entbehren kann bzw. will.

Unabhängig davon wird im Gemeinderat darüber diskutiert, wie das Betonbauwerk aufgehübscht werden kann.

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