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Mit den Baumfällungen ist die erste Vorbereitungsmaßnahm e für den Neubau von Poings Bahnunterführung bereits erledigt. Ob das Bauwerk tatsächlich gebaut wird, entscheidet der Gemeinderat am 12. April. Auf die neuerliche Ausschreibung haben sich drei Unternehmen gemeldet. Deren Angebotspreise liegen mit gut 1,5 Millionen Euro und mehr deutlich über den ursprünglich geschätzten Kosten. 

Teure Angebote  

Bahnunterführung: Der nächste Schock

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Die gute Nachricht: Auf die zweite Ausschreibung zum Bau von Poings neuer Bahnunterführung haben drei Firmen ein Angebot abgegeben. Die schlechte Nachricht: Die Summen liegen deutlich über den geschätzten Kosten.

Poing – Das günstigste der drei Angebote, die laut Informationen unserer Zeitung bei der zweiten Ausschreibung für den Bau der neuen Bahnunterführung abgegeben worden sind, soll bei knapp acht Millionen Euro liegen, das teuerste bei über elf Millionen Euro. Alle drei Angebote sind deutlich über den geschätzten Kosten von knapp sechs Millionen Euro, die das von der Gemeinde Poing beauftragte Planungsbüro sowie die Verwaltung für die Neubaumaßnahme aufgestellt haben.

Wie berichtet, hatte sich auf die erste Ausschreibung (Submission) Ende vergangenen Jahres kein einziges Unternehmen gemeldet. Daraufhin hat die Gemeinde Poing die Bauzeit verlängert, von ursprünglich zehn Monate auf 16. Damals gleichzeitig hatte die Deutsche Bahn für ihren Zuständigkeitsbereich im Rahmen des Neubaus ebenfalls ausgeschrieben – und zwar Angebote erhalten, die allerdings schon damals erheblich über den veranschlagten Kosten lagen. „Die Bauwirtschaft ruft Preise auf, die man sich vor zehn Jahren nicht hatte denken können“, sagte im Dezember ein Bahnsprecher unserer Zeitung. Auch wenn die Angebote für die Gewerke, für die die Deutsche Bahn zuständig ist, „exorbitant hoch“ seien, wolle man an dem gemeinsamen Projekt mit der Gemeinde Poing festhalten, betonte der Sprecher.

Exorbitant hoch im Vergleich zur Kostenschätzung scheinen auch die drei Angebote zu sein, die nun bei der Gemeinde Poing eingegangen sind. Am Freitag, 12. März, war Abgabeschluss. „Die Angebote werden nun von der Verwaltung und dem Planungsbüro überprüft“, kündigte Zweiter Bürgermeister Franz Langlechner am Montag an. Er vertritt den derzeit in Urlaub weilenden Rathauschef Albert Hingerl.

Die Entscheidung, ob die Bahnunterführung trotz der Teuerung gebaut wird, hat der Gemeinderat zu treffen. Laut Langlechner ist vorgesehen, dass dies in der Sitzung am 12. April erfolgt. Sollte sich das Gremium für die Durchführung entscheiden, soll bereits einen Tag später, am 13. April, der Auftrag vergeben werden. So sieht es der Zeitplan vor, den Bürgermeister Albert Hingerl im Zuge der zweiten Ausschreibung aufgestellt hat. Der Baustart wäre demnach für Anfang Mai vorgesehen, die Fertigstellung für Ende November 2019. Vorausgesetzt, der Gemeinderat entscheidet sich dafür. Falls die Mehrheit mit „Nein“ stimmt, wäre Freitag, der 13. April, ein weiterer schwarzer Tag in Sachen neuer Bahnunterführung.

Unabhängig von den Angeboten hat die Gemeinde Poing als erste Vorbereitungsmaßnahme Ende Februar sämtliche Bäume am S-Bahnhof fällen lassen, die einem Neubau im Wege stehen.

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