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Beliebt bei Kindern und Jugendlichen: Das Poinger Jugendzentrum ist nach monatelanger Schließung wieder am Leben und bestens besucht. 

Jugendzentrum Poing

Beliebt und sehr gut besucht

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Nachdem das Poinger Jugendzentrum vor zwei Jahren für mehrere Monate geschlossen werden musste, läuft es jetzt wieder auf Hochtouren und ist äußerst beliebt. Eine Bilanz.

Poing – Mit etwa 40 Besuchern am Tag liegt das Jugendzentrum (JuZ) Poing weit über dem Durchschnitt in Bayern. „Nur in den ganz großen Jugendzentren in München kommen mehr Besucher“, weiß Sandra Zeisel. Sie und Marcel Piekarski haben am 1. Oktober 2015 das JuZ übernommen – und jetzt im Hauptausschuss des Gemeinderates erstmals eine Bilanz vorlegt. Bürgermeister Albert Hingerl (SPD) sowie die Sprecher aller Fraktionen waren sich nach der Präsentation einig: Die beiden Pädagogen machen einen klasse Job. Darüber herrscht umso mehr Freude, da das JuZ bis Oktober 2015 für einige Monate wegen Personalmangels geschlossen werden musste.

Herzstück des JuZs ist der offene Betrieb, der Monat für Monat durchschnittlich gut 400 Besucher (im Alter von 9 bis 21) zählt. Hier treffen sich Jugendliche, sie spielen zusammen, nehmen an Projekten und Aktionen teil oder holen sich bei Zeisel und Piekarski Unterstützung, beispielsweise beim Schreiben von Bewerbungen oder bei privaten Problemen.

Darüber hinaus bietet das JuZ immer wieder Projekte an, sei es in Zusammenarbeit mit den Schulen oder eigene Aktionen wie eine Berlinfahrt oder ein Fußballturnier. Hinzu kommen Freizeitaktivitäten in den Schulferien und Live-Konzerte. Nicht zu vergessen: Für Bands gibt’s einen eigenen Proberaum und ein Tonstudio. Das kann auch von Externen gebucht und genutzt werden für CD-Aufnahmen.

„Viele der Jugendlichen kommen nicht nur ins JuZ, um dort zu konsumieren, sondern sie wollen sich engagieren, ihre Wünsche umsetzen und eigene Projekte zum Laufen bringen“, berichten Sandra Zeisel und Marcel Piekarski. Einige von ihnen wurden zu Jugendleitern geschult, andere Jugendliche haben eine Wand mit den Flaggen ihrer Herkunftsländer bemalt. Neben Deutschland sind unter anderem die Farben der Türkei sowie von Kroatien, Rumänien, Albanien, Afghanistan, Italien, Montenegro, Kuba, Bulgarien und Portugal zu sehen.

Für den offenen Betrieb im Café-Bereich haben Zeisel und Piekarski ein neues Konzept gestrickt. Es gibt täglich wechselnde Essensangebote, bei denen die Jugendlichen nicht nur an die gesündere Ernährung herangeführt werden, sondern auch lernen selbst zu kochen. Außerdem wurde das Alkoholverbot aufgehoben: Freitags und samstags ab 18 Uhr können Jugendliche ab 16 Jahren zu leicht angehobenen Preisen Radler, Bier und Hugo konsumieren. Grund: „Unsere Besucher sollen Alkohol nicht als Tabuthema wahrnehmen, sondern den normalen Umgang damit lernen.“ Damit dies geschieht, achten die beiden Pädagogen auf den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Bei Bedarf führen sie persönliche Gespräche mit Jugendlichen.

Die Besucher stammen von allen möglichen Schularten oder sind Auszubildende, erzählen Sandra Zeisel und Marcel Piekarski. Bei der Geschlechterverteilung nimmt das Poinger JuZ bayernweit ebenfalls eine Vorreiterrolle und Spitzenposition ein: Die verantwortlichen Pädagogen haben herausgefunden, dass der Besucheranteil der Mädchen mit 26 Prozent enorm hoch ist im Vergleich zu anderen Jugendzentren. „Deshalb braucht es bei uns keinen eigenen ,Mädchentag’ mehr. Die Mädchen kommen genauso gerne ins JuZ und werden akzeptiert“, freut sich Sandra Zeisel.

Öffnungszeiten

Offener Betrieb (unter Aufsicht der beiden Pädagogen) im Jugendzentrum Poing ist Dienstag bis Donnerstag von 15 bis 21 Uhr sowie Freitag und Samstag von 15 bis 22 Uhr.

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