+
Sie bringen den Blutspendedienst nach Pliening (v.li.): Anton Holzner, ehrenamtliche Organisatorin Andrea Reichardt und BRK-Referent Robert Schneider.

Leben retten

Blutspendedienst zieht von Poing nach Pliening

  • schließen

Wer in Poing Blutspenden will, fährt künftig nach Pliening. Im dortigen Bürgerhaus sind die Kapazitäten erheblich größer.

 Pliening – Zwei Dinge sind zusammengekommen, weshalb die Blutspende-Aktion des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) jetzt in Pliening und nicht mehr in Poing stattfindet. Erstens: „Wir sind in Poing an unsere Grenzen angelangt“, sagt Robert Schneider, Referent Blutspendedienst beim BRK. Zweitens: „Unsere Kindergartenleitung hat beim Elternbeirat nachgefragt, ob nicht jemand den Blutspendedienst machen möchte“, erzählt Andrea Reichardt.

Das war vor etwa einem Jahr, als die 44-jährige Landshamerin im Elternbeirat des BRK-Kindergartens im Ort war. Sie sagte zu, ließ sich vom BRK schulen, wie man Blutspendetermine organisier und durchführt – und hat danach erst einmal tief durchgeatmet. Als ihr bewusst worden sei, was hinter so einem Termin alles steckt, wie sie heute mit einem Lachen erzählt. Sie hat es dennoch durchgezogen, zusammen mit Helferinnen und Helfern aus der Elternschaft und des Teams des BRK-Kindergartens. Der erste Termin im Sommer 2018 im Bürgerhaus Pliening war mit rund 180 Blutkonserven, die erzielt werden konnten, ein voller Erfolg. Nicht nur das, erzählt Reichardt: „Es war ein schönes Miteinander der Helfer und ein gutes Zusammenkommen von allen.“

Also macht sie nach dem ersten Termin, der im Plieninger Bürgerhaus stattgefunden hat, weiter als Haupt-Organisatorin. Ehrenamtlich Das wiederum freut den BRK-Referenten Robert Schneider (39) sehr. Weil: In Poing sei es nicht mehr machbar gewesen. Räumlich gesehen. Egal, in welchem Pfarrheim der Blutspendedienst in der Vergangenheit in Poing war – es sei einfach zu wenig Platz gewesen. Zu Lasten der Spender, die teilweise sehr lange hätten warten müssen, bis sie drankamen. Und dann war da noch die Infrastruktur, beispielsweise mit zu wenig Parkplätzen.

Mit dem Bürgerhaus in Pliening habe man nun einen idealen Ort für den Blutspendedienst gefunden, sagt Schneider. Und mit Andrea Reichardt „eine gute Seele“, die es für die Organisation und die Durchführung vor Ort brauche.

Sie führt auch den nächsten Termin im Bürgerhaus zusammen mit ehrenamtlichen Helfern aus dem Team des BRK-Kindergartens Landsham durch. Sorgt für Getränke und Essen sowohl für die Ärzte und medizinischen Helfer, als auch für die Spender. Außerdem kümmert sich das Team in den ersten Minuten nach der Blutspende um die Teilnehmer, sollte sich jemand unwohl fühlen.

Pro Jahr sind in Pliening vier Blutspendetermine vorgesehen, berichten Reichardt und Schneider. Geplant sei, jedes Mal eine andere Kindertagesstätte aus der Gemeinde mit ins Boot zu holen für Organisation und Durchführung, sagt Andrea Reichardt. Beim übernächsten Termin mache die Elterninitiative Pliening (EIP) mit.

Am Donnerstag aber ist noch einmal der BRK-Kindergarten an der Reihe. Unterstützung erhält die Landshamerin von Anton Holzner. Der 37-jährige Plieninger geht seit rund 15 Jahren zum Blutspenden. Oftmals war er in Poing, erzählt er, und hat dort lange Warteschlangen erlebt. Irgendwann sei ihm der Gedanke gekommen, ob man den Blutspendedienst nicht nach Pliening ins Bürgerhaus holen könne. Das ist jetzt der Fall – und soll auch so bleiben, kündigen die Verantwortlichen an.

Blutspendetermin im Bürgerhaus Pliening ist am Donnerstag, 4. April, von 16 bis 20 Uhr.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bayernpartei will in den Stadtrat
Die Grafinger Bayernpartei hat ihre Stadtratsliste für die anstehende Kommunalwahl im März nächsten Jahres aufgestellt. Zwölf Kandidaten wurden jeweils einstimmig …
Bayernpartei will in den Stadtrat
Die Verkehrswende kommt vom Balkan
Das traditionsreiche Glonner Busunternehmen Ettenhuber investiert in die Zukunft und erweitert seine MVV-Linien. Unterstützung kommt aus Osteuropa.
Die Verkehrswende kommt vom Balkan
Volksfest Poing: Termin für 2020 steht
Der Termin fürs Volksfest Poing 2020 steht fest. Und auch, wie viel Geld die Gemeinde für 2019 ausgegeben hat.
Volksfest Poing: Termin für 2020 steht
Schon wieder rufen „falsche Polizisten“ an
Es hört nicht auf: Erneut wurden der Polizeiinspektion Poing Anrufe gemeldet von Betrügern, die sich als Polizisten ausgegeben haben. Die Anrufe erfolgten Dienstagabend.
Schon wieder rufen „falsche Polizisten“ an

Kommentare