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Daumen hoch Sonntagabend zu Hause: Thomas Stark. 

Bürgermeisterwahl 2020

Farbwechsel in Poing: Thomas Stark (CSU) wird neuer Bürgermeister

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Nach 20 Jahren Farbwechsel in Poing: Thomas Stark (CSU) folgt auf Bürgermeister Albert Hingerl (SPD). Stark setzte sich klar gegen Reinhard Tonollo (SPD) durch. 

Poing – Seit 20 Jahren ist mit Albert Hingerl ein SPD-Politiker an der Spitze Poings. Ab 1. Mai wird es auf dem Chefsessel im Rathaus einen Farbwechsel geben: Thomas Stark (CSU) hat die Stichwahl gegen Reinhard Tonollo (SPD) klar gewonnen, mit 60,2 zu 39,8 Prozent. 

Poing: Stark betont Überparteilichkeit

Laut Stark werde der Farbwechsel allerdings lediglich symbolisch sein, denn sowohl schon im Wahlkampf als auch Sonntagabend im Telefonat mit unserer Zeitung betonte er, dass er parteifrei sei und bleiben werde. Und so auch arbeiten werde: „Ich bin immer für einen breiten politischen Konsens.“

Stark: „Höhepunkt meiner Karriere“

Der Abend der Stichwahl war für den 55-jährigen Verwaltungsfachwirt zwangsmäßig ein sehr ruhiger, wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen. Zusammen mit seiner Frau Martina habe er mit Prosecco angestoßen, allein zuhause. Das war’s, auch wenn es „ein besonderer Tag in meinem Leben und der Höhepunkt meiner Karriere ist“, wie Stark gestern Abend nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses sagte. Der erste Gratulant am Telefon sei Reinhard Tonollo gewesen.

Tonollo: “Erhobenes Haupt“ trotz Niederlage

Der 54-jährige SPD-Kandidat sagte im Telefonat mit der Ebersberger Zeitung, dass er trotz der Niederlage „erhobenen Hauptes“ aus der Wahl herausgehe. Eine kleine Spitze gegen die CSU wollte er sich nicht verkneifen: „Die CSU-Fraktion hat noch drei weitere gebraucht, um mich zu besiegen.“ Damit meint er die öffentlichen Wahlempfehlungen pro Stark, die die Grünen, die Freie Wählergemeinschaft (FWG) und die FDP vor der Stichwahl veröffentlicht haben. Wenn sich wenigstens eine Partei neutral verhalten hätte, hätte das Ergebnis vermutlich anders ausgesehen, mutmaßt Tonollo.

Poing: Wahlbeteiligung 63,9 Prozent

Nun ist’s, wie es ist, und er akzeptiere den Wählerwillen. Von den 11 494 wahlberechtigten Poinger Bürgern haben 7340 ihre Stimme abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 63,9 Prozent entspricht. Thomas Stark erhielt 4405 Stimmen, Reinhard Tonollo 2908. Gut möglich, dass er Zweiter Bürgermeister wird. Die Entscheidung liegt beim neuen Gemeinderat. Geht es nach dem ungeschriebenen Poinger Gesetz, wird der Kandidat der zweitstärksten Fraktion im Gemeinderat von allen zum Zweiten Bürgermeister gewählt. „Wenn mir das Amt des Zweiten Bürgermeisters angetragen werden würde, dann würde ich es übernehmen“, so Tonollo am Sonntagabend.

Die Ergebnisse aller Stichwahlen im Landkreis Ebersberg stehen in unserem Online-Ticker.

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