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Der designierte CSU-Bürgermeisterkandidat Thomas Stark ist Geschäftsleiter im Poinger Rathaus.

Bürgermeisterwahl 2020

CSU schickt Thomas Stark ins Rennen

  • Armin Rösl
    VonArmin Rösl
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Er kennt Poings Verwaltung so gut wie kein zweiter: Thomas Stark. Der Rathaus-Geschäftsleiter wird für die CSU Poing als Bürgermeisterkandidat antreten. Er selbst ist parteilos.

Poing – Nach der Poinger SPD-Bürgerliste hat nun auch der Ortsvorstand von CSU-Aktive Bürger seinen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im März 2020 präsentiert: Thomas Stark. Der 54-Jährige ist Geschäftsleiter im Rathaus und seit Beginn der Amtszeit von Bürgermeister Albert Hingerl (SPD) dessen Büroleiter. Hingerl hat bereits angekündigt, dass er 2020 nach dann 20 Jahren im Amt nicht mehr antreten wird.

Bei der Vorstellung von Stark am Donnerstagabend im Hotel Poinger Hof verkündete CSU-Ortsvorsitzender Hans Österreicher, dass sich der Vorstand einstimmig für Stark entschieden habe: „Ausschlaggebend für diesen Vorschlag ist neben der Persönlichkeit vor allem seine große berufliche Kompetenz.“ Thomas Stark ist seit Juli 1990 in der Gemeindeverwaltung beschäftigt, seit April 2000 in leitender Funktion.

„Als erfahrene ,rechte Hand’ und langjähriger Referent des Bürgermeisters sowie Geschäftsleiter sind ihm sowohl die Entwicklung und die Struktur der Gemeinde als auch die Prozesse innerhalb des Rathauses bestens vertraut“, schreibt die Poinger CSU in einer Pressemitteilung. „Er ist mit vielen wichtigen örtlichen sowie überörtlichen Entscheidungsträgern gut vernetzt und kennt die Abläufe auf kommunaler und regionaler Ebene. An sämtlichen maßgeblichen Entwicklungen hat er in der Vergangenheit entscheidend mitgewirkt. Er war und ist vor allem für den Gemeinderat ein über alle Parteigrenzen hinweg geschätzter Ratgeber.“

Über alle Parteigrenzen hinweg wolle er Bürgermeister sein, betont Thomas Stark im Gespräch mit unserer Zeitung. Er selbst ist parteilos und werde dies auch bleiben. Aufgrund seiner Tätigkeit im Rathaus kann er aus rechtlichen Gründen nicht für den Gemeinderat kandidieren, sondern lediglich für das Amt des Bürgermeisters. Sollte er nicht gewählt werden, wolle er im Poinger Rathaus bleiben, so Stark – in welcher Funktion, das müsse dann der neue Bürgermeister entscheiden. Sollte er Rathauschef werden, müsste er lediglich durch zwei Türen in sein neues Büro wechseln: Derzeit sitzt Thomas Stark links vom Vorzimmer, Bürgermeister Albert Hingerl rechts.

Als Hauptmotivation für seine Kandidatur nennt Stark, dass er nach vielen Jahren der Verwaltungsarbeit als möglicher Bürgermeister künftig „nicht mehr nur verwalten, sondern gestalten“ möchte. Projekte und Bauvorhaben, die bereits am Laufen bzw. in der Planung sind, wolle er fortführen. Ein wichtiges Projekt sei die Erweiterung des Sportzentrums. „Das und das Lehrschwimmbad haben für mich eine größere Priorität wie das Bürgerhaus“, sagt er. Wie berichtet, hat SPD-Kandidat Reinhard Tonollo angekündigt, die Planungen für den zweiten Bauabschnitt des Bürgerhauses vorantreiben zu wollen. Stark hingegen sagt: „Ich kann mir nicht vorstellen, ein Bürgerhaus auf Kredit zu bauen.“

Der verheiratete Verwaltungsfach- und -betriebswirt Thomas Stark ist in Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel) geboren und lebt seit Jahrzehnten in Poing. Nachdem er vom CSU-Ortsvorstand gefragt worden sei, ob er sich eine Kandidatur vorstellen könne, habe er reiflich überlegt – und sich dafür entschieden. „Weil ich Poing mag und gern hier lebe.“ Und weil er die Entwicklung der Gemeinde eben nicht mehr nur mitverwalten, sondern mitgestalten wolle. Zusammen mit allen im Gemeinderat: „Ich lege großen Wert auf parteiübergreifende Politik.“

Da Bürgermeister Albert Hingerl nächstes Jahr nicht mehr antritt, wolle er die Chance auf eine neue Herausforderung nutzen, sagt Thomas Stark. Wäre Hingerl noch einmal angetreten, dann hätte er nicht kandidiert, betont er. Die CSU sei die einzige Partei/Gruppierung gewesen, die ihn gefragt habe.

Die Nominierungsversammlung, bei der Stark von den CSU-Mitgliedern offiziell zum Bürgermeisterkandidaten ernannt wird, findet laut Vorsitzenden Hans Österreicher im Juni statt.

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