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Ausgezeichnet: Robert Gaipl (Mi.) mit Laudatorin Karin Kölln-Höllrigl und Günter Scherzl.

Freie Wähler Poing

Bürgerpreis für Robert Gaipl

Der Poinger Feuerwehrkommandant Robert Gaipl ist mit dem Bürgerpreis der Freien Wähler ausgezeichnet worden - eine besondere Ehrung für das unermüdliche Engagement  Gaipls.

Poing – Zuerst habe er sich gefreut, als sich Günter Scherzl (Vorsitzender der Freien Wähler in Poing) bei ihm meldete. „Dann kamen die Zweifel, ob ich den Bürgerpreis 2017 überhaupt annehmen darf“, räumte Feuerwehrkommandant Robert Gaipl ein. „Nicht ich, sondern die Feuerwehr Poing hat diesen Preis verdient.“ Deshalb kommt der damit verbundene Geldbetrag in die Jugendkasse und dient der Ausbildung. Robert Gaipl ist nach Franz Lang (1995) bereits der zweite Feuerwehrkommandant, der mit dem Bürgerpreis geehrt wurde.

„Wir zeichnen seit 1994 jedes Jahr Bürgerinnen und Bürger aus, die sich im sozialen, kulturellen, sportlichen oder kirchlichen Bereich besonders verdient gemacht haben“, sagte Günter Scherzl in seiner Begrüßung. Er hieß Bürgermeister und Gemeinderäte, bisherige Preisträger sowie das Ensemble „Funkenflug“ als musikalischen Begleiter willkommen. Dann bat er um eine Schweigeminute und verlas die Namen jener sechs Preisträger, die inzwischen gestorben sind.

Karin Kölln-Höllrigl war es vorbehalten, die Laudatio auf Robert Gaipl zu halten. „Er kam durch Freunde im Alter von 20 Jahren 1988 zur Freiwilligen Feuerwehr Poing“, klärte sie auf. „Damals gab es noch keine eigenständig geführte Jugendgruppe.“ Die sei erst unter Robert Gaipl nach und nach aufgebaut worden. Er sei von Beginn an ein Aktiver gewesen, der „bis heute mit Leib und Seele“ dabei ist.

Inzwischen hat Robert Gaipl 27 Lehrgänge und alle Ausbildungsstufen durchlaufen. Den höchsten Dienstgrad „Oberbrandmeister“ erreichte der Kommandant 2013. Karin Kölln-Höllrigl war es ein Anliegen, auf unzählige Aktivitäten der örtlichen Feuerwehr im Rahmen des Ehrenamtes hinzuweisen.

„Ich danke für die Ehrung und die große Wertschätzung“, sagte Robert Gaipl in seiner Dankesrede. „Für mich und alle in unserer Feuerwehr ist dieser Preis eine große Ehre.“ Derzeit habe die Freiwillige Feuerwehr Poing 95 Aktive, davon jeweils 14 Frauen und 14 Jugendliche. Im Mittelpunkt bei Übungen steht gerade die neue Drehleiter, sie wird kommende Woche offiziell in Betrieb genommen. Die Feuerwehr Poing leiste im Jahr rund 7000 Stunden Ausbildung und die Einsätze zusammengenommen. „Nach Einsätzen mit Verletzten und Todesopfern bei Unfällen oder Bränden ist die psychosoziale Notfallversorgung eine große Hilfe“, betonte er. Aber auch für Aktive die „kein Blut sehen können“ gebe es bei Einsätzen viele Möglichkeiten an mitzuhelfen.

Zum Abschluss des offiziellen Teils der Preisvergabe las Jörg Höllrigl wieder Gedichte vor. Diesmal einen Ausschnitt aus Friedrich von Schiller „Das Lied von der Glocke“, Heinrich Heine „Belsazar“ und ein Gedicht von Joachim Ringelnatz. Das Finale gehörte dem Chor der Freiwilligen Feuerwehr Poing. Die Männer sangen unter der Leitung von Gerhard Fischer drei Lieder.

dul

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