Männer auf einem Dach mit einer Photovoltaikanlage.
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Besichtigung auf dem Dach von Canon Poing.

Erweiterung

Canon Poing hat die wohl größte Photovoltaikanlage ihrer Art in Deutschland

  • Armin Rösl
    VonArmin Rösl
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Canon hat auf den Dächern seiner Firmengebäude in Poing weitere Photovoltaikmodule installiert. Damit ist die Anlage die wohl größte ihrer Art in Deutschland.

Poing – Eineinhalb Jahre nach Inbetriebnahme der großen Photovoltaikanlage hat es Canon Poing schon wieder getan: Weitere Module auf Dächern des Unternehmens installieren lassen. Nicht zuletzt aufgrund der guten Erfahrungen und Ergebnisse der bisherigen Anlage. Diese hat laut Stefan Speer (Leiter Electrical Engineering) zwischen Mitte März und Dezember 2020 insgesamt 1,242 Millionen Kilowattstunden Strom aus Sonnenenergie erzeugt – und damit mehr, als beim Start prognostiziert worden war. Speer zufolge war man von einer Jahresleistung von 1,464 Millionen Kilowattstunden ausgegangen, was umgerechnet auf neun Monate 1,159 Millionen Kilowattstunden gewesen wären. Für 2021 berichtete Speer, dass der Prognose-Jahresertrag bereits im Oktober überschritten werde.

Poing: Bei gutem Sonnenstand kompletter Strom aus eigener Anlage

Im März 2021 habe Canon entschieden, die Anlage am Standort Poing zu erweitern, berichtete Stefan Speer jetzt bei einem Termin mit Landrat Robert Niedergesäß und Bürgermeister Thomas Stark. Die neuen Module sind nun ebenfalls am Netz. Den Auftrag für die Installation hatte erneut das Landkreisunternehmen Eberwerk GmbH erhalten. Dessen Geschäftsführer Dr. Markus Henle sagte bei der Präsentation, dass die gesamte Anlage auf den Dächern von Canon vermutlich die größte ihrer Art in Deutschland sei. „Ihrer Art“, weil die Module in Poing mit Solar-Edge-Optimierern für noch mehr Leistung ausgestattet sind.

Schon Wirtschaftsminister Aiwanger lobte das Projekt

Schon bei der Vorstellung des ersten, großen Teils auf den Firmendächern von Canon im Sommer 2020 gab es großes Lob – damals von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, der eigens nach Poing gekommen war. Er sagte, das Projekt sei ein Vorbild und ein „leuchtendes Beispiel für alle großen Dachflächen. Deutschlandweit, europaweit, weltweit.“

Poing: Zapfsäulen für 60 Hybride bzw. E-Autos

Bei der jetzigen Vorstellung der Erweiterung sagte Stefan Speer, dass die PV-Anlage teilweise an einem Tag das komplette Werk versorgen könne („wenn die Sonne gut steht“). Durch die Anlage spare Canon pro Jahr 976 Tonnen Kohlendioxid (CO2) ein, berichtete er. Der durch die Sonnenergie erzeugte Strom werde sowohl für die Gebäude als auch für die E-Zapfsäulen auf dem Firmenparkplatz genutzt: Canon habe derzeit 60 Hybride bzw. E-Autos.

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