Hinweisschild an Parkplatz.
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Die Parküberwachung am City Center ist zurück.

Einkaufszentrum

City Center: Parkkontrolle wieder da - per Videoüberwachung

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Nach eineinhalb Jahren Pause ist am City Center Poing die Parkraumüberwachung zurück. Jetzt per Videoüberwachung. Strafe fürs zu lange Parken: 30 Euro.

  • Am City Center werden wieder Parkplätze kontrolliert
  • Nach eineinhalb Jahren Pause jetzt per Videoüberwachung
  • Strafe fürs zu lange Parken: 30 Euro

An den beiden Poinger Einkaufszentren City Center I und II wird, nach eineinhalb Jahren Pause, wieder der Parkraum überwacht. Entsprechende Informationsschilder weisen auf eine digitale Kontrolle hin. Autokennzeichen werden per Videokameras registriert, wer länger als eineinhalb (Freifläche) bzw. drei Stunden (Parkhaus und Tiefgarage) parkt, erhält eine Vertragsstrafe in Höhe von 30 Euro. Die Betreiberin des City Centers hat das Start-up-Unternehmen Parkdepot aus München beauftragt. Das wirbt auf seiner Internetseite mit „Parkflächen Services datenschutzkonform & digital“. Bei Ein- und Ausfahrt würden Fahrzeuge und Kennzeichen automatisiert erfasst. „Das System ist durch die DEKRA als datenschutzkonform zertifiziert“, heißt es auf der Homepage.

Aufzeichnung per Videokamera

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend hat Günter Scherzl (FWG) auf die neue Regelung aufmerksam gemacht und Beispiele genannt von Fällen, bei denen bereits die Vertragsstrafe erhoben worden ist. Ob die Verwaltung wisse, warum die Parkraumüberwachung nun wieder aufgenommen worden sei, fragte Scherzl in Richtung Bürgermeister Thomas Stark (parteilos).

Im Parkhaus gilt die Höchstparkdauer von drei Stunden.

Rückblick: Anfang 2019 verkündete die Gemeinde Poing in einer Pressemitteilung: „Zum 31. 01. 2019 hat die Eigentümerin (des City Centers, die Red.) die Verträge für die Parkraumüberwachung mit der Firma Park & Control rund um das City Center Poing gekündigt. Die Beschilderungen wurden bereits entfernt, es finden keine Kontrollen mehr statt.“

Vertragsstrafe: 30 Euro

Bei der alten Parkplatzkontrolle mussten Parkscheiben sichtbar ins Fahrzeug gelegt werden, wer dies nicht tat bzw. die Höchstparkdauer überschritt, musste 30 Euro zahlen. Eingeführt worden war die Überwachung Anfang 2017. Nachdem es zahlreiche Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern gab, hatte die Verwaltung mehrmals versucht, die Betreiberin des City Centers davon zu überzeugen, die Kontrolle wieder abzuschaffen. Das geschah Ende Januar 2019.

Nun gibt es die Überwachung der Stellplatzflächen wieder – digital. Bedeutet: Jedes Fahrzeug wird einzeln bei der Ein- und Ausfahrt anhand des Kennzeichens erfasst.

Auch in der Tiefgarage vom City Center II wird jetzt videoüberwacht.

Kameras sind aufgestellt auf dem Freiparkplatz beim Biomarkt (gegenüber vom Vauhaus) sowie im Parkhaus City Center I und in der Tiefgarage des City Centers II, wo zahlreiche Arztpraxen untergebracht sind. Die Höchstparkdauer in den Garagen beträgt drei Stunden, auf der Freifläche eineinhalb Stunden. Ausgenommen sind die einzelnen Parkplätze direkt entlang der Alten Gruber Straße, in den Eingangsbereichen der beiden Einkaufszentren.

Betreiberin will Dauerparker verhindern

Die Anfrage von Günter Scherzl in der Gemeinderatssitzung beantwortete Bürgermeister Thomas Stark damit, dass die Betreiberin Dauerparker verhindern wolle. Dies hatte das Unternehmen bereits vor drei Jahren gegenüber unserer Zeitung als Grund genannt. Insbesondere S-Bahnpendler würden Parkflächen, die sich in Privateigentum der Inhaberin der City Center befinden, blockieren.

Kontrolle auch sonntags

An der Höhe der Vertragsstrafe hat sich mit der neuen Überwachungsmethode nichts geändert: 30 Euro. Manfred Vodermeier aus Poing hat bereits einen entsprechenden Bescheid erhalten. Für einen Sonntagvormittag, wir er berichtet. „Das kann ich nicht nachvollziehen, dass die Überwachung auch am Sonntag stattfindet“, sagt er. Während der Einkaufszeiten könne er die Parkkontrolle verstehen, aber sonntags?

„Abzocke“ ist ein Wort, das nach Einführung der ersten Kontrolle bis zu deren Ende häufig von Bürgern sowie von Kunden und Patienten, die die Geschäfte bzw. Praxen in den beiden City Centern besuchen, zu hören war. Hauptkritikpunkt war die Höhe der Strafe von 30 Euro. Diese sei unangemessen, hieß es immer wieder.

Rein rechtlich hat die Betreiberin des City Centers die Möglichkeit der Parkkontrolle, da es sich um einen privaten Raum, sagt Poings stellvertretender Polizeichef Manfred Winter auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Form der Videoüberwachung sei ebenfalls möglich.

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