Eine Fünftklässlerin macht den Corona-Selbsttest.
+
Eine Fünftklässlerin macht den Corona-Selbsttest. (Symbolbild)

Nach Protesten im Vorfeld

Corona-Testpflicht: Schulen melden unaufgeregten Start - kaum Verweigerer

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
    schließen
  • Josef Ametsbichler
    Josef Ametsbichler
    schließen

Nur wenige Eltern im Landkreis Ebersberg verweigern sich der Schüler-Testpflicht - das sagen die Schulen nach dem Start der Coronatests im Klassenzimmer.

Landkreis – Einen unaufgeregten Start hat die Corona-Testpflicht an den Schulen im Landkreis Ebersberg hingelegt – das ergab eine stichprobenartige Umfrage der Redaktion. Keine Selbstverständlichkeit, hatte es doch lautstarke Proteste von manchen Eltern sowie von Lehrerverbandsseite gegen die Maßnahme gegeben – und sogar der Landrat hatte diese mit deutlichen Worten abgelehnt.

Entsprechend hatten sich die Schulen auf zahlreiche Einsprüche eingestellt, berichtet beispielsweise Peter Popp, Schulleiter am Gymnasium Markt Schwaben. Viele Eltern hätten sich zunächst zurückgehalten, im Vorfeld keine Einverständniserklärung erteilt. Am Montag übrig geblieben seien „weniger als zehn“ Eltern die den Test verweigerten, bei rund 650 Schülern – wegen des Wechselunterrichts kam nur gut die Hälfte der 1300 Gymnasiasten und wurde getestet.

Kaum Verweigerer, wenige Beschwerden

Einzelne Eltern hätten von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihre Kinder vorab bei einem professionellen Anbieter schnelltesten zu lassen, ein Kind musste wegen fehlender Zustimmung wieder heimgeschickt werden. „Eigentlich unspektakulär“ nennt Popp den Teststart. Auch von Lehrerseite hätten sich die Beschwerden in Grenzen gehalten.

Ähnliches berichtet die Dominik-Brunner-Realschule in Poing. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler zwei Möglichkeiten: entweder selbst testen und das Wattestäbchen in die Nase einführen, oder von geschulten Kräften vom Institut für Methodik und Notfallmedizin (IMN) aus Angelbrechting testen lassen. Dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fahren mit einem Servierwagen durchs Schulgebäude, halten vor den Klassenzimmern und testen die Schülerinnen und Schüler einzeln vorm Zimmer, berichtet Schulleiterin Sylvie Schnaubelt.

Wer nicht getestet wird, muss daheimbleiben

Egal ob so oder per Selbsttest: „Die Schüler machen super mit“, bilanziert die Direktorin. Ihr zufolge nehmen etwa 20 der Realschüler nicht am Wechselunterricht und somit auch nicht an den Schnelltests teil, sondern bleiben ganz zuhause. Ihnen werde das Unterrichtsmaterial online zur Verfügung gestellt. Außerdem könnten sie an Videokonferenzen mit der Klasse teilnehmen.

Fleißig geübt haben die Lehrkräfte der Grund- und Mittelschule Aßling für den Teststart, berichtet der dortige Schulleiter Michael Pollak. Mit dem Fazit, dass die Tests „auch für die ganz Kleinen gut zu bewältigen sind“, sagt er. Verweigert habe den Test in Aßling „ein ganz geringer Prozentsatz“ der Eltern.

Auch an der Grundschule funktioniert das Testen offenbar

Das Ebersberger Schulamt, zuständig für die Grund- und Mittelschulen im Landkreis, hatte am Montag noch keinen Überblick dazu, wie viele Eltern in seinem Einzugsbereich das Selbsttesten ablehnen. Rückmeldungen aus einzelnen Schulen habe es aber zu „sehr gut verlaufenen Testungen“ gegeben, so Amtsdirektorin Binder.

Der Schulstart nach den Ferien sei insgesamt „ausgesprochen ruhig“ verlaufen. Am Montagnachmittag seien ihr noch keine positiven Testergebnisse mitgeteilt worden. Das gilt übrigens auch für die von der EZ befragten Schulen in Aßling, Poing und Markt Schwaben: Alle Testergebnisse seien negativ ausgefallen, berichten die Schulleitungen. Das wird wohl nicht so bleiben, sorgte am Montag aber für Beruhigung.

Alle Nachrichten aus dem Landkreis Ebersberg bei der Ebersberger Zeitung. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Ebersberg-Newsletter.

Auch interessant

Kommentare