Kommentar zum riskanten Alltag der Polizei

Danke für den Deal!

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Unser Autor Christoph Hollender kommentiert den riskanten Alltag der Polizei. 

Die Gewalt gegen Polizisten nimmt zu. Das mussten wir in den letzten Jahren feststellen. Nicht zuletzt, als Randalierer Hunderte Beamte bei den G20-Krawallen in Hamburg verletzt haben. Ja, es gibt auch Herrschaften bei der Polizei, die nicht zimperlich sind, die übertreiben, im Dienst, bei Demonstrationen, bei Fußballspielen. Das sind Ausnahmen, nicht die Regel – auch wenn das manche anders sehen.

Jeder Polizist (egal ob Schutz-, Bereitschafts- oder Bundespolizist) ist Mensch. Klingt banal, kommt aber zu kurz. Jeder Polizist, der an der „Front“ steht, täglich nach draußen geht, Versammlungen schützt, zu Schlägereien gerufen wird, läuft Gefahr verletzt zu werden – körperlich und psychisch. Er ist Mensch, hat Freunde, Familie, Kinder. Es sind Menschen wie der Familienvater René Dorfmann, der sagt, auch mal Angst zu haben – auch wenn er nicht den Eindruck macht. Es sind Menschen wie die 26-jährige Polizistin, der im Juni von einem Mann am S-Bahnhof Unterföhring unvermittelt in den Kopf geschossen wurde. Ein Polizist geht einen Deal ein, alles zu verlieren, für unser Wohl. Deswegen: Danke, Polizei. Danke für diesen Deal.

Die große Reportage zum Alltag der Polizei und wie der Einsatz von René Dorfmann beim Amoklauf in München lief, lesen Sie hier. 

Rubriklistenbild: © ch

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