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Augen nach vorne: Am Samstag tanzen alle Gruppen der Ballettschule in der Poinger Dreifachturnhalle.

Ballettschule Poing

Disziplin und Freiheit

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Es sieht federleicht aus, doch es steckt eine Menge Arbeit und Disziplin dahinter: Am Samstag tanzen die über 100 Schülerinnen der Ballettschule des Familienzentrums in einer Weihnachtsaufführung. Regina Rüger unterrichtet seit zehn Jahren Ballett in Poing. 

Poing – Nein, es war noch kein einziger Bub im Unterricht. In den zehn Jahren, seit Regina Rüger die Ballettschule des Familienzentrums Poing leitet, hat sie hunderten Kindern das Tanzen gelernt, ausschließlich Mädchen. „Ich denke, dass Jungs schon Lust dazu hätten, aber die Gesellschaft ist nicht soweit“, glaubt die 40-jährige Ballettpädagogin. Als sie vor zehn Jahren in Poing begann, waren es etwa 20 Mädchen, heute unterrichtet Rüger über 100 im Alter von drei bis 18 Jahren – jede Woche sind das insgesamt 13 Trainingseinheiten.

Am morgigen Samstag, 16. Dezember, zeigen alle Gruppen in einer Weihnachtsaufführung ihre Künste. Veranstaltungsort ist die Dreifachturnhalle im Poinger Sportzentrum, Beginn ist um 11 Uhr. Von den Kleinsten bis zu den Jugendlichen haben die Ballettschülerinnen in den vergangenen Wochen fleißig für die Gala geprobt, Bühnenerfahrung haben sie allesamt schon. Sei es beim Poinger Straßenfestival oder bei den Kulturtagen – immer wieder absolvieren die Tänzerinnen Auftritte. Jede Gruppe hat mindestens zweimal im Jahr eine Aufführung.

Auf Zehenspitzen tanzen lehrt Regina Rüger erst jenen Mädchen, die zehn Jahre und älter sind. Die Jüngeren lernen auf spielerische Art Ballettpositionen und erste Choreografien. Viele ihrer Schülerinnen sind von Anfang an dabei, haben unter Rügers Leitung die hohe Schule des Balletts durchgemacht. Die nicht unbedingt so federleicht ist, wie es aussieht, sondern streng sein kann. Disziplin und Aufmerksamkeit gehören zum Ballett wie die Tutus. Jede Altersstufe trägt ihre eigene Farbe, bei den Aufführungen kommen besondere Kostüme hinzu, wie am Samstag beispielsweise für das Weihnachtsoratorium von Bach, zu dem unter anderem getanzt wird.

Die Lehrerin achtet darauf, dass jede Bewegung und Position sitzt. „Beim Ballett lernt man Disziplin und Selbstvertrauen“, sagt sie. Das ist das eine, das andere: „Beim Ballett tanzen kann man frei werden, die Kinder können sich entfalten.“ Ballett sei die Grundlage für alle anderen Tänze.

Rüger tanzt, seit sie fünf ist. Vor zehn Jahren schloss sie ihre Ausbildung ab, neben der Ballettschule des Familienzentrums Poing leitet sie noch jene des TSV Waldtrudering. Dort gibt es auch einige männliche Schüler.

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