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Zahlreiche Gäste waren zum Doppel-Geburtstag ins Pfarrheim Rupert Mayer gekommen.

Seniorenzentrum Poing

Doppel-Geburtstag

15 Jahre Seniorenzentrum Poing, 20 Jahre Förderverein: Am Samstag wurde groß Doppel-Geburtstag gefeiert. 

Poing – Albert Hingerl (SPD) war noch Zweiter Bürgermeister, als 1986 der Gemeinderat Poing erstmals über die Realisierung eines Seniorenhauses diskutierte. „Im Reuterpark sollte eine Seniorenresidenz entstehen“, erinnerte Hingerl am Samstag im Pfarrheim Rupert Mayer. „Es gab mehrere Anläufe der AWO und Caritas, aber zur konkreten Realisierung kam es zunächst nicht.“ Beim Festakt zum Doppel-Geburtstag „20 Jahre Förderverein Seniorenzentrum Poing“ und „15 Jahre Seniorenzentrum Poing“ blickte der heutige Erste Bürgermeister auf die Anfänge zurück. Auch wenn er damals mit seinem heutigen Stellvertreter Franz Langlechner (CSU) so manchen Dialog ausgefochten habe, könne man heute zufrieden und mit Stolz auf das „selber gebaute“ Seniorenzentrum blicken. Trotz des Skandals um die Doppelüberweisung an die mittlerweile insolvente Baufirma.

Claudia Reinhardt, Vorsitzende des Fördervereins, hatte den Festakt im katholischen Pfarrheim in Poing-Nord eröffnet. Ihr besonderer Dank galt Wolfgang Schubert, der die Satzung entworfen hatte, auf deren Grundlage der Förderverein am 25. Mai 1997 gegründet wurde.

Nachdem der Gemeinderat den Bau des Seniorenzentrums mit eigenem Bereich für Betreutes Wohnen in der neuen Ortsmitte beschlossen hatte, ging es schnell: Im Jahr 2002 zogen die ersten Bewohner ein. Die Einrichtung wird seit Beginn von der gemeinnützigen Pflegestern Seniorenservice GmbH geführt.

Besonderen Dank sprach Reinhardt den vielen Ehrenamtlichen aus, die für Abwechslung, Aktionen und viel Leben sorgen: das Ehepaar Karin und Jörg Kölln-Höllrigl, das zahlreiche Ausflüge organisiert hat, Wolfgang Schubert für viele Kinoabende, und Peter Vomberg für monatlich stattfindende Singabende. Darüber hinaus werden jahreszeitliche Feste organisiert, außerdem gibt es den Flohmarkt „Poinger für Poinger Senioren“, der jeden Freitag auf dem Wochenmarkt stattfindet. „Wir bekommen viel Unterstützung, ich danke dafür“, sagte die Vereinsvorsitzende abschließend.

Bürgermeister Albert Hingerl erinnerte später in seiner Rede auch an die Gründung des Seniorenbeirats, der in diesem Jahr ebenfalls 20. Geburtstag feiert. Und im Jahr 2004 kam noch die „Bürgerstiftung Seniorenzentrum“ hinzu, deren Vorsitzender Hingerl ist. Sie habe die Einrichtung bis heute mit etwa 20.000 Euro unterstützt, bilanzierte er.

Lob kam auch von Landrat Robert Niedergesäß (CSU), er brachte den demografischen Wandel ins Spiel und verwies auf notwendige Reaktionen in der Politik. Nach Grußworten von Vikar David Scherf (evanglisch) und Pfarrer Christoph Klingan (katholisch) dankte Pflegestern-Geschäftsführer Christian Kerschner-Gehrlich allen ehrenamtlichen Helfern: „Ohne der Großzügigkeit des Fördervereins und der Mithilfe von 30 bis 40 Ehrenamtlichen, die das Senioren-Café betreuen, wäre der reibungslose Betrieb der Senioreneinrichtung auf diese Weise kaum möglich.“ Er ehrte die Helferinnen und Helfer, die seit 20 Jahren bzw. 15 Jahren unermüdlich mithelfen.

Nach dem offiziellen Teil wurden die geladenen Gäste unter Klängen des Ensembles „Funkenflug“ ans Büfett gebeten und zum gemütlichen Beisammensein.

dul

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