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Autofahrer müssen warten: Susanne Lorenz (li.) und Christa Dötzkirchner beim Frühdienst an der neuen Grundschule. 

grundschulen im Zauberwinkel 

Drängler haben keine Chance

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Es hat ein wenig Stau sowie die eine und andere brenzlige Situation auf der Bergfeldstraße gegeben: Ansonsten ist an den ersten beiden Tagen der morgendliche Verkehr an Poings neuen Grundschulen relativ reibungslos verlaufen. Insbesondere dank der Schulweghelfer.

Poing– Christa Dötzkirchner und Susanne Lorenz lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Konzentriert haben die ehrenamtlichen Schulweghelferinnen den Autoverkehr im Blick und zugleich die vielen Kinder, die zu Fuß von der Bushaltestelle Bergfeldstraße zu den beiden neuen Grundschulen auf der anderen Straßenseite gehen. Der Übergang über die Gebrüder-Grimm-Straße, an der Einmündung Bergfeldstraße, ist das Nadelöhr, durch das knapp 300 Mädchen und Buben jeden Morgen müssen. Jene Kinder der Grundschule Karl-Sittler-Straße, die von Shuttlebussen von Poing-Süd hierher gebracht werden. Sobald sie am Übergang stehen, strecken Dötzkirchner und Lorenz ihre Kellen nach vorne und halten den Verkehr an. Das führt zwar zu Stau in der Bergfeldstraße, weil Linksabbieger, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, in die Gebrüder-Grimm-Straße einbiegen wollen – aber die Sicherheit der Schüler geht vor. Selbst Autofahrer, die sich dennoch durchdrängeln wollen, haben keine Chance. Christa Dötzkirchner und Susanne Lorenz bleiben standhaft.

Auf der Bergfeldstraße gilt im Bereich der neuen Grundschule tagsüber nun Tempo 30.

„Es geht noch ein bisschen durcheinander, aber sonst ist’s okay“, sagt Francoise Georges-Horch. Sie ist Koordinatorin aller Schulweghelfer in Poing, das Team umfasst aktuell 21 Freiwillige. So wie Dötzkirchner, die neu dabei ist, und die erfahrene Lorenz. „Ich bin in Rente, und ich bin Frühaufsteherin“, erzählt Christa Dötzkirchner lächelnd nach getaner Arbeit. „Da habe ich mir gedacht: Ich mache bei den Schulweghelfern mit.“ Von etwa 7.30 bis 8.15 Uhr ist der Lotsenübergang an der Einmündung Bergfeldstraße/Gebrüder-Grimm-Straße besetzt. Wenn Mütter oder Väter vom Parkplatz kommend mit ihren Kindern die Straße auch nur wenige Meter entfernt auf eigene Faust überqueren wollen, werden sie freundlich, aber bestimmt, ermahnt, doch ebenfalls den offiziellen Übergang zu nehmen. Den Kindern ein Vorbild.

Weniger vorbildlich verhalten sich einige Autofahrer, die es mit der Geduld und Ruhe nicht so haben. Als sich in der Bergfeldstraße in Richtung Edeka neuerlich ein Stau gebildet hat, weil ein Auto abbiegen wollte, setzt ein anderes Auto von weiter hinten zum Überholen an. Just in dem Moment ist der Fußgängerübergang und somit das Abbiegen frei. Als der Wagen in die Gebrüder-Grimm-Straße einbiegen will, kommt es fast zum Zusammenstoß mit dem Überholer. Der im Übrigen viel schneller unterwegs ist als die 30 km/h, die seit dem ersten Schultag auf der Bergfeldstraße im Bereich der Grundschule erlaubt sind.

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