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Der neu gewählte Vorstand der FWG Poing (v.li.): Franziska Huber, Richard Lesinger, Karin Kölln-Höllrigl, Valentin Magori (alle Beisitzer), Günter Scherzl (Vorsitzender), Andreas Lang (Kasse), Sabine Ebbinghaus-Guschke (Schriftführerin). 

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Dritter Bürgermeister ist der neue Chef

Nächster Personalwechsel bei Poings Freien Wählern: Günter Scherzl ist nach dem Rücktritt von Michael Frank nicht nur Dritter Bürgermeister, sondern jetzt auch Ortsvorsitzender. Sein Vorgänger Valentin Magori gab das Amt ab.

Poing Mit Michael Franks Rückzug aus der Politik im März ist zwangsläufig Bewegung in die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Poing gekommen. Manfred Vodermeier rückte für Frank in den Gemeinderat nach, das Amt des Dritten Bürgermeisters übernahm Günter Scherzl. Weitere Veränderungen brachten jetzt die Neuwahlen bei der Jahreshauptversammlung im Wirtshaus zur Poinger Einkehr: Scherzl ist nun auch Vorsitzender des Ortsvereins.

Vor den turnusgemäßen Neuwahlen blickte der bisherige Vorsitzende Valentin Magori auf die Geschehnisse der jüngeren Vergangenheit zurück und lobte vor allem den Verdienst von Michael Frank. „Während seiner Zeit als Vorsitzender konnten wir neue Mitglieder gewinnen, derzeit sind wir 23.“ Er selber werde für den Vorsitz nicht mehr kandidieren, kündigte Magori an. Als Beisitzer würde er aber zur Verfügung stehen, wenn dies gewünscht werde. So war es denn auch.

Aus der Führungsriege komplett ausgeschieden sind, auf eigenen Wunsch, Karin Badmann, Sandra Lang und Alexander Burkhardt.

Zum Ortsvorsitzenden der FWG Poing wählten die Mitglieder einstimmig Günter Scherzl. „Die Altersmischung im neu gewählten Vorstand ist perfekt“, analysierte er nach den Wahlen. Sehr erfreulich sei die Tatsache, dass neben den beiden neuen, jungen Beisitzern Franziska Huber (25) und Richard Lesinger (23) als erfahrende Politikerin Karin Kölln-Höllrigl in der Vereinsführung weiterhin als Beisitzerin mitwirkt.

Scherzl ging ebenfalls auf das Ausscheiden von Michael Frank ein. Es sei dessen großer Verdienst, dass neben seiner „überaus erfolgreichen Arbeit“ als Gemeinderat und Dritter Bürgermeister neue Kräfte in der FWG mobilisiert werden konnten. „Er hat uns in eine sehr gute Zukunft geführt“, sagte Scherzl und erinnerte an Franks erfolgreichen Abschneiden bei der Bürgermeisterwahl 2012, wo er fast 20 Prozent erhalten hatte. Damit landete er auf Platz 2, hinter Amtsinhaber Bürgermeister Albert Hingerl (SPD) und vor der CSU-Bürgermeisterkandidatin Carmen Berntheisel.

In der Versammlung diskutierten die FWG-Mitglieder auch über die aktuelle Gemeindepolitik. „Wir haben die Einführung der Kommunalen Verkehrsüberwachung unterstützt, ebenso den Neubau der Grundschulen mit Kindertagesstätte als Übergangslösung für die Grundschüler in Poing-Süd“, zählte Günter Scherzl auf. Die Ortsentwicklung im alten Poing liege der FWG besonders am Herzen, überaus wichtig sei aber auch die Weiterentwicklung in den zukünftigen Neubaugebieten W7 und W8 mit bezahlbarem Wohnraum.

Für die Verkehrsentwicklung in der Gruber Straße und vor allem im Westring müsse man mit Anwohnern im Dialog bleiben, forderte Scherzl. Das Verkehrsaufkommen im Westring und in der angrenzenden Bergfeldstraße werde auch durch die neue Schule und die Kita im Zauberwinkel weiter ansteigen, hier müssten sinnvolle Lösungen gefunden werden. Nach Ansicht der FWG sollte auch die Nachbargemeinde Pliening in Gespräche und Planungen für ein Verkehrskonzept einbezogen werden.  dul

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