Spielplatz
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Auf dem „Poli“ gibt‘s unter anderem eine Seilbahn und einen Vogelnestbaum.

Eröffnung

Endlich wieder „Poli“! Großer Spielplatz in Poing jetzt mit Literaturhaus für Kinder

  • Armin Rösl
    VonArmin Rösl
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„Poli“ ist in Poing die Abkürzung für den Spielplatz hinter der Polizei. Nach drei Jahren Pause ist er jetzt wieder offen - mit neuen Attraktionen und Büchern.

Poing – Über drei Jahre war Poing-Süd ohne seinen größten Spielplatz: den „Poli“. So wird er seit Jahrzehnten genannt, weil er sich direkt neben und hinter der Polizeiinspektion befindet. Seit Mittwoch, 16 Uhr, ist der Spielplatz wieder offen. Saniert und mit neuen Geräten wie einer Seilbahn und einem Vogelnestbaum zum Klettern. Und mit drei Bücherschränken, die „das zweite Literaturhaus nur für Kinder in Poing“ bilden, wie Bürgermeister Thomas Stark bei der Eröffnung sagte. Vor einem Jahr wurden drei Bücherschränke auf dem Piratenspielplatz im Seewinkel, auf der anderen Seite von Poing, eröffnet.

Unterstützt von Kindern eröffnete Bürgermeister Thomas Stark die Bücherschränke.

Gesperrt war der Spielplatz, weil direkt daneben die provisorische Unterkunft des katholischen Kindergartens am Endbach aufgestellt war. Der Kindergarten war in Containern untergebracht, während das alte Gebäude am Endbachweg abgerissen und ein neues gebaut wurde. Das ist nun eröffnet und in Betrieb. Während der Übergangszeit wurde der „Poli“-Spielplatz für den Kindergarten genutzt.

Renate Schlögl und Yvonne Pirzer von der Gemeindebücherei lasen bei der Eröffnung vor.

Jetzt ist er wieder für alle Kinder geöffnet – viele von ihnen kamen mit ihren Eltern und Großeltern (von denen einige auch schon hier gespielt haben, als sie Kinder waren) zur Eröffnung. Aufgrund Corona inklusive Datenerfassung am Eingang und aktuell geltenden Hygieneregeln.

Die Nachbarn von der Polizei kamen auch vorbei.

Die Kinder haben die Spielgeräte gleich in Beschlag genommen, die Eltern und Großeltern freuten sich mit und schossen Erinnerungsfotos. Auf den Motiven zu sehen sind sogar Polizeifahrzeuge aus Holz sowie ein echtes Polizeiauto und ein -motorrad. Die Nachbarn des Spielplatzes waren auch zur Eröffnung gekommen.

Kinder durften auf dem Polizeimotorrad sitzen.

Die Holzfahrzeuge dienen als Bücherschränke. Entworfen und gebaut wurden sie von Hubert Lechner und Rudi Kollmannsberger vom Baubetriebshof – „produziert im Ort und nicht von irgendeinem Spielzeughersteller“, lobte Bürgermeister Stark. In die Bücherschränke können Kinderbücher gestellt werden und ebenso mitgenommen werden. Dasselbe Tauschprinzip wie am Piratenspielplatz in Poing-Nord sowie am Marktplatz, wo das große Literaturhaus als Holzhütte steht. Die Kinder-Literaturhäuser werden betreut von engagierten Eltern, die von Stark als Dank ein kleines Geschenk erhielten: Christa Majer, Susann Elsner, Jeaninne Brummer, Sophie Brenner, Katja Hohenstein, Tom Jenssen, Karin Keegan, Verena Wagner und Anna Loher.

In diesen Tresor können Bücher gestellt werden, wenn in den Bücherschränken kein Platz mehr ist.

Passend zum Thema Literatur haben bei der Eröffnung Yvonne Pirzer und Renate Schlögl von der Gemeindebücherei den Kindern vorgelesen – die Bühne der beiden Frauen war ein Fahrzeug des Bauhofs, wo sie während des kurzen Regenschauers trocken geblieben sind. Den Kindern machte der Regen nichts aus. Spielplatz geht bei jedem Wetter.

Wie Bürgermeister Thomas Stark berichtete, leben in der Gemeinde Poing aktuell 2641 Kinder im Alter bis zu sechs Jahren. Öffentliche Spielplätze gibt es 30 (inklusive der beiden Skateanlagen) – und jetzt zwei Literaturhäuser für Kinder.

Um die Pflege der Spielplätze kümmert sich der Baubetriebshof.

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