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Auf der Wiese des neuen naturnahen Bestattungsgartens in Poing sind seit der Eröffnung fünf Urnen (re.) beigesetzt worden

Bestattungsgarten in Poing

Erste Urnen unter der Wiese

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Zwei Monate nach der Eröffnung sind in Poings Bestattungsgarten die ersten Urnen beigesetzt worden. Insgesamt stehen 281 Grabstätten zur Verfügung.

Poing – Zwei der insgesamt fünf Urnen, die mittlerweile im naturnahen Bestattungsgarten beigesetzt sind, wurden vom Gemeindefriedhof dorthin umgezogen. Für die Verstorbenen war bereits vor der Eröffnung des neuen Areals ein Platz auf der Wiese reserviert gewesen, berichtet Bürgermeister Albert Hingerl. Weil das Grundstück vom Borkenkäfer befallen war und alle Fichten gefällt werden mussten, hatte sich die Eröffnung des neuen Friedhofs verzögert. Am 3. Mai wurde er von den beiden Pfarrern Christoph Klingan (katholisch) und Michael Simonsen (evangelisch) gesegnet und eröffnet. Seitdem haben drei Beerdigungen dort stattgefunden, hinzu kamen die zwei Umzüge.

Insgesamt verfügt der naturnahe Bestattungsgarten über 281 Grabstätten (jeweils ein Meter lang und ein Meter breit), aktuell stehen noch 276 zur Verfügung. Die Grabfelder sind lediglich mit Steinen und auf Wunsch mit Nummern markiert, ohne Namen. Quasi anonym. Wer möchte, kann den Namen des/der Verstorbenen auf einer Gedenktafel anbringen lassen.

Am dortigen überdachten Pavillon ist es möglich, eine Trauerfeier abzuhalten, mit anschließender Beisetzung. So wissen zumindest die Gäste der Beerdigung, wo sich die Urne genau befindet. Diejenigen bzw. deren Hinterbliebenen, die bislang die Wiese als letzte Ruhestätte ausgewählt haben, haben laut Hingerl pragmatische Gründe dafür genannt: „Keine Angehörigen, die sich um ein Grab kümmern können, oder weil man den Aufwand einer Grabpflege nicht betreiben möchte“, zählt der Bürgermeister auf.

Der Bestattungsgarten befindet sich an der Ecke der Straßen Endbachweg/Am Hanselbrunn, in der Nähe des herkömmlichen Gemeindefriedhofs. Die Gebühr für einen Benutzungszeitraum von zwölf Jahren beträgt einmalig 700 Euro. Eine Verlängerung ist nicht möglich. Zumal die Gemeinde vorgegeben hat, dass ausschließlich kompostier- und verrottbare Urnen verwendet werden dürfen. Eine Grabstelle im naturnahen Bestattungsgarten kann, wie alle anderen auch, im Rathaus angemeldet werden.

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