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Die Vorbereitungen fürs Neubaugebiet W7 nördlich der Poinger Bergfeldstraße haben begonnen. Die Mehrheit im Gemeinderat Pliening kritisiert bereits seit Jahren, dass das Trenngrün sich nur auf Plieninger Flur befindet. 

Trenngrün

Es geht ums Prinzip

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Des einen Wachstum ist des anderen Enge: Im Gemeinderat Pliening wird zum wiederholte Male Kritik laut an der Nachbargemeinde Poing und deren Neubaugebiete. Einmal mehr geht es um einen natürlichen Trennstreifen.  

Pliening – Prinzipiell könnte es der Gemeinde Pliening egal sein, dass das Trenngrün zu Poing auf eigener Flur liegt. Zwischen 80 und 100 Meter ist der Streifen breit, der sich an der nördlichen Grenze der künftigen Neubaugebiete W7 und W8 und Pliening entlang ziehen wird. Dort befinden sich Felder und Ausgleichsflächen (in Form von Wildblumenwiesen), dort, weit südlich von Pliening, ist keinerlei Bautätigkeit geplant.

Trotzdem geht es der Mehrheit im Gemeinderat von Pliening ums Prinzip. Josef Bauer-Eberhart (CSU) beispielsweise übt schon seit vielen Jahren Kritik daran, dass Poing Baugebiet um Baugebiet ausweist, sich um den kleinen Nachbarn im Norden aber wenig schere. Sei es in Sachen Verkehr (Stichwort Umgehungsstraße), sei es jetzt, einmal mehr, beim Thema Trenngrün. Dieses kommt immer wieder auf die Tagesordnung, weil es Teil des Regionalplans ist, den der Regionale Planungsverband München (RPV) derzeit überarbeitet und fortschreibt. Hierzu können die Kommunen Stellung nehmen, der Gemeinderat Pliening hat in seiner jüngsten Sitzung zum mittlerweile dritten Mal das Trenngrün in der vom RPV vorgeschlagenen Form mehrheitlich abgelehnt. Wie schon im Juni 2016 und im April 2017. Wird aber nicht viel nützen, weil der RPV das große Ganze im Blick hat, in diesem Fall: Wohnraum schaffen auf der dafür im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Fläche Poings. Die künftigen Neubaugebiete W7 und W8 liegen nördlich der Bergfeldstraße und westlich von Ottersberg.

Da die Gemeinde Pliening in diesem Gebiet keinerlei Bautätigkeiten plant, liegt das Trenngrün fast ausschließlich auf deren Flur. Immerhin: Nach den ersten Beschwerden von Pliening hat der RPV die Naturfläche geringfügig nach Süden und zumindest ein klein wenig auf Poinger Flur verschoben. Den Gemeinderatsmitgliedern von CSU, Alternative für Pliening, Neues Forum und Wählergruppe Gelting ist das zu wenig, sie lehnen den Vorschlag ab. Lediglich die SPD-Fraktion hat nichts dagegen, da Pliening diese Flächen sowieso nicht benötige für Bauvorhaben.

Die mit Mehrheit beschlossene Ablehnung wird nun an den RPV geschickt, wie der damit umgeht, muss abgewartet werden.

Derweil laufen in Poing schon die ersten Vorbereitungen für das nächste Neubaugebiet W7. Bagger tragen die Erdoberschicht ab und machen die Fläche frei für archäologische Untersuchungen, die verpflichtend sind vorm Start von Tiefbaumaßnahmen. Im W7 und W8 wird gemäß Beschluss des Gemeinderates Poing Wohnraum geschaffen für jeweils etwa 2000 Menschen. Im W7 wird außerdem das neue Gymnasium gebaut. Läuft alles nach Plan (der Antrag auf Genehmigung ist bereits beim Kultusministerium eingereicht), könnte die neue Schule im Herbst 2022 fertig sein und eröffnet werden.

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