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Teampräsentation: In Garkofen haben sich die „Roadrunners“ vorgestellt. Auf den Motorhauben von links sitzend: Josef Vodermeier, Max Lang, Moritz Glück, Andreas Dreyer, Frank Breckner und Martin Pfürmann. 

Europa-Orient-Rallye

Bereit fürs große Abenteuer

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7000 Kilometer in drei Wochen: Das Team „Roadrunners“ aus Poing und Umgebung startet bei der Europa-Orient-Rallye. Das sind die abenteuerlustigen Männer:

Poing – Sechs junge Männer aus Poing und Umgebung machen sich auf in das bislang wohl größte Abenteuer ihres Lebens: Sie fahren bei der Europa-Orient-Rallye 2019 mit. 7000 Kilometer in drei Wochen, von Heilbronn bis Zypern. Unter anderem durch Georgien, den Iran und die Türkei. Über Stock und Stein, weil: Mautstraßen und Autobahnen dürfen nicht befahren werden. Klingt verrückt, ist es auch. Start der laut Veranstalter „abenteuerlichsten Autorallye der Welt“ ist am 11. Mai.

Am Sonntag haben die „Roadrunners“, wie sie sich nennen, am Maibaumwachstüberl in Garkofen sich und ihre Autos präsentiert. Drei BMW der 5er-Reihe, allesamt jeweils mindestens 20 Jahre alt oder mit einem Wert unter 1000 Euro. Das ist eine der Vorgaben der Rallye-Veranstalter. Jetzt aber die Teammitglieder der „Roadrunners“: Frank Breckner (31, selbstständiger Facility-Manager aus Grub), Martin Pfürmann (30, Schreinermeister aus Poing), Max Lang (28, Berufsfeuerwehrmann aus Pliening), Josef Vodermeier (33, Spengler aus Garkofen), Moritz Glück (27, Projekt-Ingenieur aus Rott am Inn) und Andreas Dreyer (25, Elektroniker für Betriebstechnik aus Altmühlhausen).

Frank Breckner war es, der die Idee hatte, an der Rallye, die jedes Jahr stattfindet, teilzunehmen. Weil ein Team aus sechs Personen und drei Autos bestehen muss, machte er sich auf die Suche nach Mitstreitern – und hat sie ziemlich schnell gefunden. „Weil es eine völlig neue Lebenserfahrung sein wird“, nennt Martin Pfürmann als Grund, warum er dabei ist. Max Lang sagt: „Man kommt in Länder und an Orte, wohin man sonst nicht kommt.“ Andreas Dreyer: „Weil wir abseits der Autobahnen fahren, werden wir mit vielen Einheimischen in den Ländern zusammenkommen.“ Andere Menschen, andere Kulturen kennenlernen. „Anders, als bei einem Urlaub im Hotel“, fügt Dreyer hinzu.

Für ihr Abenteuer haben sich die sechs jungen Männer drei Gebrauchtautos gekauft (die drei BMWs haben jeweils gut 300 000 Kilometer und mehr auf dem Tacho) und sie opfern den Großteil ihres Jahresurlaubs. In den vergangenen Wochen haben sie zudem jede Menge freie Zeit ins Herrichten und Lackieren der Wagen sowie in die Vorbereitungen gesteckt. Jetzt, keine zwei Wochen vor dem Start, ist die Vorfreude groß – und die Spannung auf das, was die „Roadrunners“ erwartet. „Ab Istanbul wird es eine Art Schnitzeljagd“, erläutern Martin Pfürmann und Frank Breckner. Die Route bis dahin haben sie, grob, schon abgesteckt: Österreich, Ungarn, Rumänien, Türkei. „Was uns nach Istanbul erwartet, wissen wir nicht.“ Die Organisatoren werden dann erst Vorgaben für die weitere Route bekannt geben.

Insgesamt nehmen 30 Teams an der Europa-Orient-Rallye teil, die nicht nur Spaß und Abenteuer, sondern auch Gutes bringen soll. Während der Reise haben die Teilnehmer verschiedene Aufgaben zu erledigen. Unter anderem werden die „Roadrunners“ in einem Waisenhaus in der Türkei Kinderschuhe abgeben, die sie in den vergangenen Tagen gesammelt haben und mitnehmen werden.

Außerdem wollen sie unterwegs Spielsachen und Kuscheltiere an Kinder verteilen. Die werden noch gesammelt – wer den „Roadrunners“ etwas mitgeben möchte (allerdings keine großen Dinge, da der Platz in den Autos begrenzt ist), kann es bis zum Wochenende bei Frank Breckner in Grub (Alpenblickstraße 6a) abgeben.

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